Das Cover:
Das Cover zeigt eine junge Frau in der Natur. Passend zum Jagdschloss und dem Schwarzwald im Hintergrund. Eine stimmige Buchpräsentation.
Die Geschichte:
Familie Cehringer hat es trotz Wirtschaftswunder verpasst ihr Jagdschloss und die Ländereien in eine gute Zukunft zu führen. Als der vermögende Bernhard zu Besuch kommt, dem Tochter Alexandra drei Jahre zuvor einen Korb gegeben hatte, setzt Mutter Juliane alles daran, dies zu korrigieren. Ob es ihr gelingt?
Meine Meinung:
Ein Schwarzwaldbuch, dachte ich, und dann auch noch die Zeit des wirtschaftlichen Aufstiegs der 1950er-Jahre. Ich war neugierig. Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet und bewegen sich entsprechend ihrer Charaktere, wobei die Hauptfiguren Mutter Juliane und Tochter Alexandra mich auf Abstand hielten. Sie gestatteten mir nicht, ihnen emotional nah zu kommen. Im Gegensatz zu den beiden Frauen schlichen sich Johann und sein Hund schnell in mein Herz. Beide haben sich ganz nach vorne geschoben. Die Geschichte selbst tröpfelte vor sich hin, hatte etwas wenig Ausschläge in die eine oder andere Richtung, um den Spannungsbogen stets hochzuhalten. Die Autorin schreibt in einer flüssigen und unterhaltsamen Sprache. Besonders gut fand ich den Schwarzwald und sein Umfeld beschrieben. Ich konnte die regionale Liebe der Autorin spüren. Die Einladung dort hinzureisen ist bei mir angekommen.
Mein Fazit: Ein leises und dennoch unterhaltsames Buch, das mich in den Schwarzwald mitgenommen hat. Daher kann ich es empfehlen.
Heidelinde von Friederickes Bücherblog