Mathias Hirsch versteht Therapie als Beziehungsraum, in dem Übertragungs-, Gegenübertragungs-, Identifikations- und Projektionsprozesse ablaufen. Er zeigt, wie in psychoanalytischen Einzel- und Gruppenpsychotherapien mit Metaphern und konstruierten Bildern gearbeitet wird und hebt die Bedeutung der analytischen Gruppenpsychotherapie für die Entwicklung von Symbolisierung und Mentalisierung traumatisierter Patient*innen hervor.
Welche Bedeutung hat die therapeutische Beziehung in der psychoanalytischen Behandlung schwer traumatisierter Patient*innen? Mathias Hirsch versteht Therapie als Beziehungsraum, in dem Übertragungs-, Gegenübertragungs-, Identifikations- und Projektionsprozesse ablaufen. Er zeigt, wie in psychoanalytischen Einzel- und Gruppenpsychotherapien mit Metaphern und konstruierten Bildern gearbeitet wird, stellt Phasenabläufe und Krisensituationen dar und hebt die Wichtigkeit von Körpersprache, Humor und verschiedenen Formen der Liebe in der Therapie hervor. Eine besondere Bedeutung kommt hier der analytischen Gruppenpsychotherapie für die Entwicklung von Symbolisierung und Mentalisierung traumatisierter Patient*innen zu. Fachleute aus Psychoanalyse, Trauma- und Verhaltenstherapie können so ihr Wissen und ihre Fähigkeit für die Behandlung schwer traumatisierter Patient*innen erweitern und Übertragungs-Gegenübertragungsdynamiken besser verstehen.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Beziehung
Separated yet interrelated
Zur Funktion von Grenzen in professionellen und nicht-professionellen Beziehungen
Geheimnisvolle Kanäle der Ansteckung
Empathie, Identifikation, Übertragung, Resonanz
Ozeanisches Gefühl
Massenpsychologie: Aufgehen in der Masse
Musik und Körper
Übertragung Gegenübertragung projektive Identifikation
Implizites Beziehungswissen Empathie Intuition
Transgenerationale Transmission
Schlussbemerkung
Psychoanalytische Traumatherapie
Modifizierte psychoanalytische Therapie traumatisierter Patienten
»Sympathie«
Holding
Containing
Metaphorische Deutung
Psychodramatische Elemente
Körpergegenübertragung
Grenzen setzen
Benennung der Realität der Supervisionsaspekt der Therapie
Schlussbemerkung
Psychoanalytische Therapie mit Opfern inzestuöser Gewalt
Idealisierende Übertragung
Negative Mutterübertragung
Durcharbeiten
Schuld, Scham und Trauer
Trennung
Schlussbemerkung
Negative therapeutische Reaktion als Beziehungskrise
Die Rückkehr zum »alten« Objekt
als Ausdruck der Abhängigkeit von ihm
Negative Übertragung und projektive Identifikation
Spezielle Aspekte
Die Bedeutung des Körpers in der psychoanalytischen Therapie
Die Kommunikationsfunktion des Körpers
Der beschädigte Körper in der therapeutischen Beziehung
Körperkontakt
Schlussbemerkung
Liebe in der Psychotherapie unmöglich, erwünscht, gefährlich?
Spektrum der Liebe
Narzisstische Liebe
Sexueller Missbrauch in der Therapie
Humor, Ironie und Spott in der analytischen Psychotherapie
Humor in der Psychotherapie
Schlussbemerkung
Gruppenpsychotherapie
Traumatisierte Patienten in der Gruppenpsychotherapie
Indikation und Zusammensetzung der Gruppe
Die Gruppe als Container
Triangulierung
Multiple Identifikationsangebote
Übertragungsspaltung
Schlussbemerkung
Täter und Opfer sexueller Gewalt in einer therapeutischen Gruppe
Über umwandelnde Gegen- und Kreuzidentifikationen
Diskussion
Die Kombination psychoanalytisch orientierter Einzel- und Gruppenpsychotherapie
in der ambulanten Behandlung
Spaltungsübertragung
Multiple Übertragung
Zur Indikation
Omnipotente Objektmanipulation
Zwei Therapeuten
Warum nicht Gruppenpsychotherapie allein?
Nachteile der kombinierten Einzel- und Gruppenpsychotherapie
Schlussbemerkung
Literatur