Als umtriebiges See-Handelsvolk brachten die Phönizier ihre neue Buchstabenschrift an die Küstengebiete von Mittelmeer und Atlantik. Ab nun notierten viele der indigenen Völker ihre Sprachen mit ihr, was wiederum zu eigenständigen Sprachentwicklungen führte. Erst die Zerstörung Karthagos 147 v. Chr. und die Vormachtstellung Roms über das West-Mittelmeer verdrängte das Phönizische.
Für Einsteiger*innen ist es nicht leicht, dieses ausgestorbene Verständigungsmittel für sich zu entdecken. Stefan Bittner hat sich deshalb die Mühe gemacht, die Vokabeln der älteren und aktuellen Standard-Lehrwerke und Lexika (Levy, Schröder, Harris, Friedrich/Röllig, Tomback, Fuentes-Estañol und Krahmalkov) zusammenzustellen und leserlich aufzubereiten. Das so entstandene Phönizische Wörterbuch mit seinen 2460 Vokabeln (Personen-, Götter- und Ortsnamen werden gesondert geführt) wird durch ein thematisches und ein alphabetisches Deutsch-Phönizisches Glossar ergänzt.