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Produktbild: Und alle so still | Mareike Fallwickl
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Und alle so still

Roman | Auf der Shortlist für den BücherFrauen-Literaturpreis 2025

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Ein großer feministischer Gesellschaftsroman über Widerspruchsgeist und Solidarität
An einem Sonntag im Juni gerät die Welt aus dem Takt: Frauen liegen auf der Straße. Reglos, in stillem Protest. Hier kreuzen sich die Wege von Elin, Nuri und Ruth. Elin, Anfang zwanzig, eine erfolgreiche Influencerin, der etwas zugestoßen ist, von dem sie nicht weiß, ob es Gewalt war. Nuri, neunzehn Jahre, der die Schule abgebrochen hat und versucht, sich als Fahrradkurier, Bettenschubser und Barkeeper über Wasser zu halten. Ruth, Mitte fünfzig, die als Pflegefachkraft im Krankenhaus arbeitet und deren Pflichtgefühl unerschöpflich scheint.

Es ist der Beginn einer Revolte, bei der Frauen nicht mehr das tun, was sie immer getan haben. Plötzlich steht alles infrage, worauf unser System fußt. Ergreifen Elin, Nuri und Ruth die Chance auf Veränderung?

Produktdetails

Erscheinungsdatum
16. April 2024
Sprache
deutsch
Untertitel
Roman | Auf der Shortlist für den BücherFrauen-Literaturpreis 2025.
Seitenanzahl
368
Dateigröße
9,83 MB
Autor/Autorin
Mareike Fallwickl
Verlag/Hersteller
Kopierschutz
mit Wasserzeichen versehen
Family Sharing
Ja
Produktart
EBOOK
Dateiformat
EPUB
ISBN
9783644013384

Portrait

Mareike Fallwickl

Mareike Fallwickl debütierte 2018 mit Dunkelgrün fast schwarz, 2019 folgte Das Licht ist hier viel heller. Die Wut, die bleibt (2022) war ein großer Erfolg bei Presse und Publikum, kam bei den Salzburger Festspielen auf die Bühne und wird fürs Kino verfilmt. Und alle so still (2024) gelangte in die Top 10 der SPIEGEL-Bestsellerliste und wird ebenfalls an verschiedenen Theatern inszeniert. Mareike Fallwickl lebt im Salzburger Land und setzt sich online wie offline für Literaturvermittlung ein, mit Fokus auf weiblichen und diversen Erzählstimmen.

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Von Anonym am 16.07.2024

Gesellschaftskritik

Und alle so still hat Mareike Fallwickl ihrem Sohn gewidmet, damit dieser versteht, wie sich das Denken der Männer ändern muss. Warum dies überhaupt notwendig ist, zeigt sie mit ihrem neusten Roman eindrücklich auf. Denn von einem auf den anderen Tag übernehmen die Frauen die Carearbeit nicht mehr, sei es beruflich für das Krankenhaus oder den Kindergarten, aber auch privat. Stattdessen legen sich die Frauen neuerdings einfach hin und machen nichts mehr. An welchen Stellen wird dies spürbar? Wie würde die Politik darauf reagieren? Und wie kann der Weg zur Veränderung aussehen? Mareike Fallwickl nimmt in ihrem Buch eine sehr feministische Sicht ein. Sie legt die Finger auf die Wunde und zeigt auf, warum es so schwierig ist, die Frauen zu einem solchen Widerstand zu bewegen und warum Frauen überhaupt so viel stärker ausgebeutet werden. Besonders gut fand ich, dass sie aufzeigt, dass nicht nur Frauen ausgebeutet werden, sondern eben auch Personen mit Migrationshintergrund. An Charakteren haben wir die Pflegefachkraft Ruth, Influencerin Elin, bei der nach einem One Night Stand die Frage bleibt, ob dies eine Vergewaltigung war und mit Nuri auch noch einen marginalisierten Mann, der sich irgendwie mit mehreren Jobs versucht über Wasser zu halten. Alle Charaktere haben eindrückliche Charaktereigenschaften, die passend zu der Ausgangslage gewählt sind und aufzeigen, wie Frauen, aber auch insbesondere Personen mit Migrationshintergrund ausgebeutet werden. Einzig und allein, dass der Roman alle anderen Männer eher stereotyp widerspiegelt, fand ich etwas schade. Insgesamt würde ich diesen Roman allen, die sich gerne mit feministischen Themen auseinandersetzen, empfehlen.
Von Hanne2 am 15.07.2024

Gesellschaftlich wichtige Themen

Mit großer Begeisterung habe ich "Die Wut, die bleibt" gelesen, oft weiter verschenkt und war jetzt sehr neugierig auf "Und alle so still". Während sich im ersten die Empörung über patriachale Strukturen aggressiv seine Bahn bricht, legen sich in diesem Buch die Frauen resigniert schweigend nieder. Es ist alles gesprochen und gesagt. Sie stellen Care-Arbeit ein, verlassen ihre schlecht bezahlten Arbeitsplätze, das System kommt zum Erliegen. Das Buch lebt für mich zum einen durch die Figur der Ruth, die als Pflegerin im Krankenhaus arbeitet, ihren schwerkranken Sohn alleinerziehend bis zu seinem Tod gepflegt hat. Zum anderen durch Nuri, der nahezu rundum die Uhr in schlecht bezahlten Jobs arbeitet bzw. eher ausgebeutet wird (Günther Wallraff lässt zwischendrin grüßen) und trotzdem zu wenig hat, um davon leben zu können. Sehr berührend die zunehmende Solidarität unter den Frauen. Deren gegenseitiger Halt und Unterstützung erlebe ich als das hoffnungsvolle Element in der Geschichte. Die Sprache ist klar, teils poetisch und sagt mir persönlich sehr zu. Etwas Schwierigkeiten hatte ich mit der Figur der Barbara. Da hatte ich zwischendurch das Gefühl, als würde die Autorin als alter ego über das patriachale System referieren, was sich ein wenig nach "Sendung mit der Maus" beim Lesen anfühlte. Das Buch hatte für mich nicht die ganz große Wucht wie "Die Wut die bleibt". Nichtsdestotrotz ist es ein großartiges Buch. Immer wieder habe ich zurückgeblättert, über bestimmte Aussagen nachgedacht, eigenen Erfahrungen nachgespürt. Geblieben sind mir zudem einige sehr intensive Szenen (u.a. die Arbeit von Ruth im Krankenhaus). Der Roman behandelt gesellschaftlich wichtige Themen, literarische bleibt leider dahinter vom Anspruch eher etwas zurück.
Mareike Fallwickl: Und alle so still bei ebook.de