
Im Zentrum der Reihe stehen Relevanz und Bedeutungswandel von Eliten in der europäischen Moderne. Sie thematisiert das Machtbeharren des Adels und untersucht zugleich die Entstehung neuer Elitenformationen im Kontext aufkommender Massenmedien und gesellschaftlicher Mobilisierung.
The book series focuses on the relevance and changing meaning of elites in late modern European history. The series addresses the persistence in power of the nobility and looks at the emergence of new elite formations in the context of the rise of mass media and social mobilization.
The Editors:
Gabriele B. Clemens, Universität des Saarlandes
Martin Kohlrausch, KU Leuven
Stephan Malinowski , University of Edinburgh
Malte Rolf, Universität Oldenburg
Wie diese erste wissenschaftliche Biographie Wilhelms I. detailliert rekonstruiert, muss die preußisch-deutsche Politikgeschichte des 19. Jahrhunderts in großen Teilen revidiert werden. Unter Verwendung des umfangreichen, der Forschung bislang unbekannten archivalischen Nachlasses des ersten Deutschen Kaisers und seiner Umgebung bettet diese Studie Leben und Zeit Wilhelms I. in einen europäischen Vergleichskontext ein und gibt neue Antworten auf die Fragen, welche politische Rolle er als Thronfolger und Herrscher am Berliner Hof spielte und welchen Einfluss er auf die Entwicklung der Hohenzollernmonarchie zwischen Vormärz und Reichsgründung ausübte. In der Person Wilhelms I. spiegelt sich beispielhaft die ambivalente Multifunktionalität der Monarchie als institutioneller Motor, aber auch als Hemmfaktor der politischen Modernisierung wider. Während des Vormärz trug er in der Rolle des "Kartätschenprinzen" maßgeblich dazu bei, das preußische Königtum in die Krise der Revolutionen von 1848/49 zu stürzen. Doch in den Folgejahren forcierte er die Nationalisierung von Thron und Staat und führte Preußen auf den Weg ins deutsche Kaiserreich. Letztendlich muss Wilhelm I. die politische Direktive der Reichsgründung zugeschrieben werden."Markerts Forschung darf man getrost als bahnbrechend bezeichnen, denn sie revidiert - wenn sie denn einer Überprüfung standhält - einen der letzten Mythen, die sich aus der alten Geschichtswissenschaft von vor 1945 in die gegenwärtige hinübergerettet haben." Konstantin Johannes Sakkas in: Frankfurter Rundschau, 26. 03. 2025
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