Rezension:
Isa macht zu Hause ihre Hausarbeit und ihr kleiner Sohn Ben liegt gleich neben ihr auf seiner Krabbeldecke. Dann verlässt sie für ein paar Minuten das Wohnzimmer und als sie zurückkommt, ist Ben verschwunden. Sie durchsucht das ganze Haus, obwohl sie selbst weiß, dass Ben mit seinen 4 Monaten noch zu klein ist, um sich selbstständig fort bewegen zu können. Doch er ist und bleibt verschwunden. Die Polizei wird eingeschalten, aber es fehlen jegliche Hinweise. Es gab keine Einbruchsspuren und niemand hat etwas gesehen.
Isa ist zutiefst geschockt und beginnt an ihrem Verstand zu zweifeln.
Doch dann geschieht das Unfassbare. Nach einem halben Jahr taucht Ben plötzlich wieder auf. Die Polizei ermittelt jedoch weiter, den sowohl das Verschwinden als auch die Rückkehr von Ben geben weiterhin Rätsel auf.
Isa tut alles, um dieses halbe Jahr wieder aufzuholen, aber sie kann einfach nicht mehr das für Ben empfinden, was sie vorher tat. In ihr kommen immer mehr Zweifel auf. Was ist mit ihren Muttergefühlen passiert? Die Augen von Ben waren doch eher braun und nicht wie jetzt so hellblau. Doch Isas Mann, der als Kinderarzt tätig ist, erklärt ihr, dass das durchaus sein kann. Bei so kleinen Kindern würde sich die Augenfarbe schon noch ändern. Doch Isa findet einfach keinen Zugang mehr zu Ben. Er will nicht auf ihren Arm und während Ben zu seinem Vater immer Papa sagt, sagt er zu Isa gar nichts.
In ihrer Not wendet sie sich an die Polizisten, die den Fall bisher bearbeiteten und erzählt ihnen von ihrem Zweifel und Fragen. Doch was sich dann auftut, damit hätte niemand gerechnet.
Fazit:
Dies war der Debütroman von Sarah Bestgen und ich kann sagen, dass ich von der ersten Seite an gefesselt von der Story war.
Sarah Bestgen hat einen großartigen und flüssigen Schreibstil und ich konnte mich unheimlich in diesen Thriller hineinversetzen. Wenn man selbst Kinder hat, weiß man, wie Isa sich gefühlt haben muss.
Obwohl ich recht schnell einen Verdacht hatte, kamen mir doch immer wieder Zweifel, was mit Ben passiert sein mag. Aber was wirklich dahintersteckte und wer mit der Entführung von Ben zu tun hatte, darauf wäre ich dann doch nicht gekommen.
Ich gebe diesem Debütthriller 5 von 5 Sterne und bin gespannt, was von Sarah Bestgen noch erscheinen wird. Ich werde sie auf jeden Fall weiter beobachten.
https://nadys-buecherwelt.de/happy-end-dein-groesstes-glueck-dein-dunkelster-albtraum-von-sarah-bestgen-rezension/