Unsere Generation von Kindern sind die ersten Digital Natives, was erzieherisch herausfordernd sein kann, da sich die Art des Heranwachsens seither erheblich gewandelt hat.
Dieses Buch baut eine Brücke zwischen den Generationen, verteufelt die neuen Medien nicht und sieht sie stattdessen als Teil der Zukunft an. Aber die Autorinnen sprechen auch Gefahren an und geben zu den ohnehin schon lehrreichen Kapitelinhalten auch noch zahlreiche Tipps um Kinder zu schützen- Sei es in Form von expliziten Einstellungen, die man vornehmen kann, Verhaltensregeln oder auch durch Infos zu zusätzliche Materialien, wie Bücher, Fortbildungsmöglichkeiten, etc.
Besonders gut fand ich in diesem Buch auch, dass die beliebtesten und meist genutzten Apps gesondert betrachtet wurden. Bei WhatsApp, Insta und co half es mir die Vor- und Nachteile abzuwägen und es ließ mich auch teilweise meine vorgefasste Meinung überdenken. Beim Themenbereich Gameing dagegen empfand ich, dass das Gefahrenpotential von z.B. Chatfunktionen zu wenig zur Sprache kam. Und auch sonst schwankte ich bei der hier vertretenen, eher positiv gestimmten Einstellung zu den neuen Medien immer wieder und war mir nicht sicher ob ich diesen aufgezeigten Weg genauso gutheißen sollte. Und auch, dass hier die sexuelle Aufklärung von Jugendlichen so umfangreich thematisiert wird, hatte ich nicht erwartet. Dies empfand ich dann doch als etwas unpassend und, trotz Cybergrooming und co, am Thema vorbei. Der Ton der die Autorinnen anschlagen, ist jedoch sehr wertschätzend, offen und praxisorientiert. Und ihr Fazit, dass alles steht und fällt mit dem Aufrechterhalten von ehrlichem Interesse am Kind, kann ich genauso unterschreiben.