In Hulda schickt uns der isländische Autor Ragnar Jónasson zurück zu den Anfängen der Polizeikarriere seiner Heldin Hulda Hermannsdóttir. Für die erste Ermittlerin Islands ist die gläserne Decke Anfang der 1980er Jahre noch sehr undurchlässig und für berufliche Anerkennung muss Hulda stets mehr leisten als ihre Kollegen. Und auch privat läuft es bei ihr mit Kind und Mann nicht immer ganz rund, denn ständig stößt sie an die harte Grenze zwischen Mutterrolle, Ehefrauen-Dasein und Berufsleben. Der Fall um den verschwundenen Jungen ist dabei spannend inszeniert und fügt sich großartig in die Geschichte um Hulda. So ist Hulda, der mittlerweile 4. Band von Ragnar Jónasson, spannende feministische Zeitgeschichte und gute Krimiunterhaltung aus Island. Bestens gelesen von Katja Bürkle.