Da mir das Buch " Der Ausflug" des Autors gut gefallen hat und mich das Cover von diesem Buch sehr ansprach, wollte ich diesen Band unbedingt lesen.
In meinen Augen ist "Die Insel" von der Spannung und dem "ins Buch gezogen werden" jedoch um einiges schwächer.
Der Autor beginnt langsam und ruhig die Geschichte, als Leser hatte ich schnell einen Bezug zu dem Hauptcharakter Isak, den ich mochte und mich hineinversetzen konnte.
Bei den anderen Charakteren hatte ich so meine Probleme, ich konnte sie weder greifen, noch konnte ich ihre Gedanken nachvollziehen. Vielleicht war das jedoch der Plan des Autors, da die Geschichte aus Isaks Sicht geschildert wurde.
Der Schreibstil hingegen konnte mich sofort für sich gewinnen, mich interessierte Isaks Geschichte und sein Leben.
Durch die teilweise recht kurzen Kapitel kam es immer wieder zu Handlungsplatzänderungen oder zu verschiedenen Zeitebenen. Das empfand ich hingegen als sehr spannend und informativ.
Ich persönlich hatte zwischenzeitlich das Gefühl beim Lesen, dass es sich eher um eine Familiensaga statt eines Thrillers handelte. Nicht dass keine Spannung vorhanden war, eher eine andere Spannung als bei einem Thriller, eben etwas mystischer. Mir fehlte dieser kalte Schauer, der mir beim Lesen über den Rücken läuft, dieses Luft anhalten , wenn es spannend wird oder einfach nur den Drang weiterzulesen, selbst wenn es schon viel zu spät ist.
In der Geschichte gibt es immer wieder Wendungen und im Nachhinein gesehen versteckte Andeutungen, welche mich zwar stutzig machten, mich jedoch auf die falsche Fährte lockten.
Zum Ende hin wurde es mir persönlich für meinen Geschmack zu unrealistisch und die Ereignisse überschlugen sich.
Ich empfand das Tempo als zuviel, die Hintergründe als unrealistisch und die Charaktere als sehr künstlich. Selbst meinen liebgewonnen Charakter Isak konnte ich am Ende emotional nicht richtig folgen.
Alles in allem ein sicherlich interessantes Buch, welches mich persönlich jedoch nicht völlig überzeugen konnte.