Studienarbeit aus dem Jahr 2024 im Fachbereich Germanistik - Sonstiges, Note: 1, 0, Ruhr-Universitä t Bochum (Fakultä t fü r Philologie), Veranstaltung: Hauptseminar, Sprache: Deutsch, Abstract: Die triviale Feststellung, dass das Lesen eine eindeutige kö rperliche Tä tigkeit sei, wird zum zentralen Gegenstand meiner literaturtheoretischen Arbeit.
Es wird mit einem interdisziplinä ren Ansatz eine neue Perspektive auf das Lesen erö ffnet. Entgegen der klassischen Literaturtheorie und insbesondere der Hermeneutik, wird der Leseakt nicht als ein rein intellektueller Akt, sondern als ein performativer Akt verstanden. Dies wird zunä chst literaturtheoretisch begrü ndet und anschließ end anhand einer exemplarischen Analyse aufgezeigt.
In der Arbeit erfahren Sie aus einer leserorientierten Perspektive, was es heiß t, den Leseakt performativ zu verstehen und inwiefern neuste Forschungsergebnisse aus der Kognitionswissenschaft (Embodiment-Konzept), die Annahme eines performativen Leseaktes stü tzen. Auf der Grundlage dieser Arbeit kö nnen weitere Ü berlegungen zur Interpretationspraxis und zum Verhä ltnis von Autor, Werk und Leser getroffen werden.