Hausmeister Penzkofer ist zuständig für eine Wohnanlage auf St. Pauli. Die Mieter sind ein buntes Völkchen. Als Frau Schreier, deren Mann aktuell im Gefängnis ist und dessen Beute irgendwo versteckt sein muss, sich beschwert, dass Wasser von der Decke tropft, findet Penzkofer Herrn Schmadtke tot in seiner Wohnung, an einen Stuhl gefesselt. Die Vermieterin Frau Simmering interessiert sich nur für die Umstände, die der Mord ihr persönlich macht, aber Penzkofer sieht seine Chancen. Die Habseligkeiten von Schmadtke soll er wegwerfen, doch die behält er lieber und wo dessen Bienen sind, die er wohl hat, wüsste er auch sehr gerne. Dann verschwindet auch noch Herr Schreier auf dem Freigang zur Beerdigung seiner Mutter. Schon greift das Wortspiel und Penzkofer will sowohl die Beute von Schreier, als auch die Beuten der Bienen finden.
Mir hat dieses Hörbuch nicht zuletzt wegen Carsten Wilhelms Art zu lesen gefallen. Die Figuren hat er so herrlich unverkennbar gemacht und besonders Hausmeister Penzkofer gut getroffen. Für mich ist die Story eine Mischung aus vielem Bekannten auf neue Art. Keine Kopien, sondern neu interpretiert. Das ergibt humorvolle Spannung, bei der man gern miträtselt. Gleichzeitig wünscht man sich automatisch weitere Fälle für den urigen Hausmeister mit Herz und Träumen. Einige der Bewohner möchte man auch wieder treffen. Die ganze Truppe zusammen ergibt eine Wohnanlage, in der es nicht langweilig wird. Fast wie Lindenstraße in modern!
Als Auftakt ist dieser Krimi gelungen, auch wenn noch ein klein wenig zur vollen Sternezahl fehlt. Ich gebe vier Sterne!