Im Dezember 2025 hat Hanna Aden den historischen Roman Die Kryptografin, Für Träume braucht man Mut gemeinsam mit dem Verlag Penguin herausgebracht. Das Cover passt hervorragend zur Geschichte und in das Genre. Der Titel und der Name der Autorin sind gut lesbar.
Auf den ersten Blick habe ich mich in das Cover verliebt. Mich hat in erster Linie die Frage beschäftigt, was es mit dieser Frau auf sich hat, die so konzentriert in ihrem Buch blättert. Von Hanna Aden habe ich bisher noch kein Buch gelesen und da ich gerne neue Autoren kennen lerne, mach ich mich neugierig an das Werk.
Schnell habe ich mich in den modernen und flüssigen Schreibstil der Autorin eingelesen. Die Zeilen fliegen nur so an mir vorbei. Ich befinde mich in München in den 50-er Jahren. Das ist eine Zeit, die mich gerade brennend interessiert. Meine Mutter erzählt mir gerade viel aus diesen Jahren. Es ist eine Zeit, in der sich die Rolle der Frau entscheidend verändert. So ist die junge Margot stolz wie Oskar: Sie hat als eine der wenigen einen Studienplatz in Mathematik ergattert. Margot ist ungewöhnlich begabt und diese Begabung bleibt den Zuhörenden nicht verborgen. So bekommt sie eines Tages ein Angebot, für den Geheimdienst als Kryptografin zu arbeiten. Dafür müsste sie allerdings ihr Studium schmeißen und sie darf kein Wort über ihre Arbeit verlieren. An ihrer Seite hat sie den Aktivisten Willi und ihre Freundin Sue. Beide braucht sie dringend, denn nichts ist so einfach, wie es scheint.
Vom ersten bis zum letzten Buchstaben hat mir dieser Roman jede Menge Spaß gemacht. Es ist eine Freude, Margot durch ihre Erlebnisse und das München der 50-er Jahre zu begleiten. Die Autorin hat die Stimmung der Nachkriegszeit hervorragend eingefangen und transportiert eine Atmosphäre durch das Buch, das sich kein Leser entgehen lassen sollte. Lediglich ein kleiner Wermutstropfen trübt mein Leseglück. In einer Szene, in der Margot gegängelt wird und sich durchsetzen muss, geht mir ihre Entwicklung zu schnell und zu forsch voran. Hier hätte ich mir eine etwas langsamere Entwicklung für sie gewünscht.
Alles in allem hat Hanna Aden mit Die Kryptografin, Für Träume braucht man Mut einen historischen Roman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf einen Ausflug in das München der 50-er Jahre hat, der ist hier gut aufgehoben. Von mir bekommt die Autorin 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung. Ich freu mich jetzt schon auf den zweiten Teil, den ich unbedingt lesen möchte.