Um was es geht:
Naomi und Dawson lernen sich unter ungewöhnlichen Umständen kennen und spüren sofort das Knistern zwischen ihnen. Später wird er ihr Boss und beide hoffen, der Anziehung widerstehen zu können, doch wo Amor seine Pfeile im Spiel hat, gibt es kein Zurück mehr. Dawsons Vergangenheit und die Krankheit von Naomis Schwester erschwert ihnen den Umgang miteinander und sie müssen sich eingestehen, dass Gefühle stärker sind, als die Vernunft und jeden von beiden alles kosten könnte. Werden sie eine gemeinsame Zukunft haben?
Die Umsetzung:
Mit ihrem gewohnt lockeren und mitreißenden Schreibstil zieht mich Keeland sofort in die Geschichte hinein. Ich darf lachen, mitfiebern, das heftige Prickeln zwischen den Hauptdarstellern spüren und weiß, dass es trotz aller Leichtigkeit rasch in die Tiefe geht. Die Bücher der Autorin sind nie oberflächlich und so packt sie ein Thema in die Seiten, das mich immer wieder schlucken lässt. Das Schicksal von Frannie, Naomis Schwester berührt mich. Obendrein kämpft Dawson mit den Schatten aus seiner Teenagerzeit. Hier erfahre ich alles durch geschickt eingewobene Rückblenden. Die Autorin bedient die wechselnden Ich-Perspektiven der Protagonisten in der Vergangenheit.
Zu den Figuren:
Dawson Reed ist ein gefürchteter Staatsanwalt in New York, leidet unter Mysophobie und nennt eine Schildkröte namens Sheldon sein Eigen. Ich mag seine direkte Art, bewundere ihn für seine Zielstrebigkeit und sein übergroßes Ego bringt mich mehr als einmal zum Lachen. Diesen Mann muss ich einfach mit Humor nehmen. Von solchen Protagonisten bekomme ich nie genug.
Naomi Heart ist Frannie eine wunderbare Schwester und die beste Tante, die sich Molly und Ryder nur wünschen können. Als Anwaltsgehilfin ist sie ein Ass, auf das Dawson nicht mehr verzichten kann. Naomi ist offenherzig und mit ihr werde ich blitzschnell warm. Sie ist ein Charakter, der sich rasch in mein Herz brennt. Im Zusammenspiel sind Dawson und sie absolut unschlagbar.
Mein Fazit:
Last night at the Office ist eine unwiderstehliche Office-Romance, die sich langsam, aber mit Ansage entwickelt. Sämtliche Handlungsstränge fließen gut ineinander und die Autorin versteht es, kleine Wendungen einzubauen, die mich sofort catchen. Neben der Leichtigkeit und dem genialen Humor geht es in die Tiefe. Ich fiebere mit allen Figuren mit und ahne nach der Hälfte des Buchs, dass mich das Ende viel zu schnell erreichen wird. Von solchen Geschichten bekomme nie genug, dafür halte ich mich zu gerne im Keeland-Kosmos auf. Sie ist nicht ohne Grund eine meiner Lieblingsschriftstellerinnen.
Von mir erhält Last night at the Office 5 gefühlvolle Sterne von 5 und eine absolute und unbedingte Leseempfehlung.