Im Mai 1912 freuen sich Lady Hardcastle und ihre Zofe Florence Armstrong auf eine Kunstaustellung in Littleton Cotterell. Das Prunkstück dieser Ausstellung soll ein prachtvolles Buch sein. Auch die Freunde von Lady Hardcastle, Sir Hector und Lady Farley-Stroud, haben ein kostbares Gemälde und eine Büste des Vorbesitzers ihres Hauses dazu beigesteuert. Zur gleichen Zeit planen die Mitglieder des Fahrradclubs im Ort ein Radrennen. Als bei der Ausstellung ein Feueralarm ausgelöst wird, herrscht allgemeines Chaos. Danach stellt man fest, daß das wertvolle Buch und die Stücke der Farley-Strouds gestohlen wurden. Das bedeutet, daß die Familie vor dem Bankrott steht. Selbstverständlich wollen Lady Hardcastle und Flo ihren Freunden helfen. Da geschieht ein Mord während des Radrennens und es taucht plötzlich ein junges Paar auf, das behauptet, im Haus der Farley-Strouds sei ein Schatz versteckt. Da ist selbst die durch nichts aus der Ruhe zu bringende Lady Hardcastle ratlos.
Wer einen garantiert guten Krimi aus dem alten England lesen will, ist mit der Serie von T E Kinsey um die taffe Lady Hardcastle und ihrer Zofe Florence genau richtig. So ist auch der 10. Fall "Lady Hardcastle und der malerische Mord" eine gelungene Mischung aus Spannung, Humor und Landleben. Der Leser wird nicht außen vor gelassen, man ist immer mit dabei - egal, ob es die Krönung der Maikönigin ist oder ein Fahrradrennen. Alles wird so real beschrieben, daß man mit ein wenig Phantasie die Szenen vor Augen hat. Die Spannung wird hoch gehalten, denn auch Lady Hardcastle tut sich zunächst mit der Lösung des Falles etwas schwer. Erst zum Schluß geht ihr das sprichwörtliche Licht auf und es wird dann ein turbulentes Ende. Da es sich um einen alten englischen Wohlfühlkrimi handelt, kann man ruhig verraten, daß alles gut wird. Natürlich nicht für die Leiche. Man kann eben nicht alles haben.