This Monster of Mine von Shalini Abeysekara ist ein grandioses und sehr düsteres Debüt der Autorin um Rache, Schuld und Vergebung.
Vor vier Jahren begab sich die vierzehnjährige Sarai voller Hoffnung in die Hauptstadt im Süden, um dort ihren Traum zu verwirklichen. Nur Tage später kehrt sie schwer gezeichnet und gebrochen zurück, aber ihre Erinnerungen an die Geschehnisse sind nur bruchstückhaft. Vier Jahre später reist Sarai erneut an den Ort ihres persönlichen Albtraums. Diesmal will sie endlich die Wahrheit erfahren und blutige Rache an den Schuldigen. Als Petitor eines der vier Tetrarchen der Stadt hat sie Zugang zu den wichtigen Informationen. Doch Kadra, der jüngste und offenbar grausamste der vier Tetrarchen entpuppt sich als Hauptverdächtiger in Sarais Fall. Als sie auch noch entdeckt, dass es zahlreiche weitere Morde nach genau dem gleichen Muster gab, ermittelt Sarai noch fieberhafter, egal welche Opfer es sie kosten könnte.
Das nenne ich mal ein großartiges und fesselndes Debüt, auch wenn es absolut düster und blutig ist. Man darf wirklich nicht empfindlich sein, denn Shalini Abeysekara zeigt die Grausamkeiten in ihrer Geschichte ungeschönt und mit brutaler Härte.
Der Schreibstil hat mich von Anfang an gecatcht und die düstere Atmosphäre zieht einen schnell in ihren Bann. Die gesamte Handlung wird aus Serais Perspektive erzählt, denn das hier ist ihre Show und sie steht aus Gründen im absoluten Mittelpunkt.
Serai ist eine unglaublich starke und toughe Heldin, die sich trotz aller Gefahren und Intrigen immer selbst treu bleibt. Manchmal würde man sie am liebsten vor sich selbst schützen und dann kann man sie wieder nur für ihren Mut bewundern. Ihr Schicksal ist berührend und herzzerreißend und ihr Wunsch nach Rache hundertprozentig nachvollziehbar.
Die Slow Burn zwischen ihr und Kadra ist gekonnt aufgebaut, so dass man die unterschwellige und knisternde Spannung in jeder kleinen Geste spüren kann. Kadra ist morally grey mit scharfen Ecken und Kanten, aber er ist auch genau der Richtige, der mit Serais Stärke und Verletzlichkeit umgehen kann.
Ich habe die ganze Zeit förmlich an den Seiten geklebt, auch wenn ich früh geahnt habe, wer hier die Drahtzieher sind. Wichtiger als diese Enthüllung ist die beeindruckende Entwicklung von Serai, die für mich hier das Highlight ist. Die Story ist wie ein großes Puzzle, bei dem letztendlich alle Teile gekonnt an ihrem Platz landen. Ein düsteres Meisterwerk!
Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung!