In Dividium gibt es viele Regeln, aber nur eine Konsequenz: Wer gegen Regeln verstößt, landet in Endlock, wo man zum Vergnügen derer, die das Geld dafür haben gejagt werden kann. Als Ravens Bruder provoziert und anschließend verhaftet wird, ist für die Kopfgeldjägerin klar: Sie muss ihn befreien. Und da das nur von innerhalb geht, bleibt ihr nur eine Wahl: Verhaftet werden und als Häftlichn nach Endlock gehen. Dort trifft sie auf andere Häftlinge und bekommt Hilfe von unerwarteter Seite, denn Vale, einer der Wärter, ist für Raven kein Unbekannter.
Das Buch ist aus der Sicht von Raven geschrieben, die tough aber dabei auch auf ihre Art menschlich geblieben ist. Sie musste einige schlimme Entscheidungen treffen, die sie belasten, allerdings ist sie gleichzeitig auch bereit, alles zu tun um ihren Bruder zu retten.
Die Handlung spielt zum Großteil in Endlock, was oft trotstlos und ziemlich bedrohlich ist, mir aber in seiner Düsterheit ziemlich gut gefallen hat. Ein bisschen hat es mich an Panem erinnert, allerdings ist es noch krasser, da die Häftlinge keine Waffen bekommen und sich maximal verteidigen dürfen, wenn sie direkt angegriffen werden. Auch sonst sind sie der Willkür der Wächter ausgesetzt, was auch nicht ohne ist.
Die Lovestory fand ich passend, mir hat allerdings etwas Chemie gefehlt. Für mich stand die Spannung und das Abhängigkeitsverhältnis ziemlich im Vordergrund, allerdings mochte ich die Überraschungen in der Beziehung.
Mir hat besonders gut gefallen, wie immer wieder etwas passiert, mit dem ich nicht unbedingt gerechnet hatte. So ist das Buch komplett unterhaltsam geblieben.
Der Cliffhanger ist wirklich fies, aber ich kann das Buch nur empfehlen, es hat mich einfach abgeholt!