Zum Inhalt:
In Wuppertal werden kurz nacheinander zwei Frauen getötet. Als den Kommissaren Sommer und Lassner auffällt, was die beiden Opfer verbindet, müssen sie fürchten, dass noch mehr Menschen in Gefahr sein könnten.
Mein Eindruck:
Nach gutem Beginn, der sich auch dadurch auszeichnete, dass die Ermittler ein Privatleben führen, welches sie zwar fordert, aber nicht vor unlösbare Probleme stellt, wurde es ab etwa der Hälfte des Buches ziemlich unglaubwürdig. Möglicherweise wollte der Autor Andreas Schmidt möglichst viele Fährten legen, um seine Leser zu verwirren; die Charaktere, die er dazu schuf, handeln aber zum Teil so fernab jeder Intelligenz, dass es dieselbe beim Menschen vor dem Buch beleidigt. Die Perspektivwechsel zwischen Täter, Opfern und Polizei waren wirklich gelungen und sorgten für Einblicke in Gemütszustände und Arbeitsweisen, doch auch hier gab es schwere Logikbrüche insbesondere im Verhalten von Opfern, Bezugspersonen derselben und Täter, die nicht immer mit der Einordnung "Psychopath" oder psychischer Ausnahmezustand zu erklären sind.
So bleibt eine vor allen Dingen zu Beginn spannender Kriminalroman, der im Verlauf eher das Potenzial zum schlechten Film zeigt.
Mein Fazit:
Popcorn