Das Buch liest sich so, wie ein Tag im Schnee sein sollte: erst vorsichtig herantastend, dann zunehmend unbeschwert, losgelöst von den Verpflichtungen und Erwartungen des Alltags.
So ein bisschen Hannah steckt doch in uns allen: ausgelaugt vom Alltag, gefangen im ewigen Hamsterrad nach schneller, weiter, mehr und immer mehr. Statt uns auf Ruhe und Einkehr zu besinnen und Glück in den kleinen Dingen zu finden, sind wir pausenlos gestresst und unzufrieden. Dabei braucht es so wenig, um zufrieden zu sein und im Moment aufzugehen.
Die Geschichte hat so einen kleinen Vibe von Geist der Vergangenheit. Ich fands schön, wie die Begegnung mit Sophie in Hannah spürbare Spuren hinterlässt. Und diese zu einer Reise ins Innere, zu Selbstreflexion und mehr Selbstverständnis führen. Hannah beginnt sich zu erinnern, was die Schlüsselmomente ihres Lebens waren, fernab von Arbeit, Erwartungsdruck und Selbstoptimierung. Und diese Botschaft ist nicht nur super wichtig, sondern hier auch einfach wunderschön verpackt
Ich hab mich beim Lesen auch immer mal wieder ertappt gefühlt, wenn Sophie mit ihrer offenen, direkten Art Hannah einen kleinen Denkanstoß gibt.
Eine Geschichte, die heimelig anmutet und trotzdem nachklingt.