Welches Kind ist nicht voller Vorfreude, wenn es um seinen Geburtstag geht? Greg Heffley ist da keine Ausnahme. Und dennoch läuft es bei ihm (wie bei allen Greg-Geschichten) auf eine eher unkonventionelle Weise ab.
Das Buch beginnt damit, dass sich Greg ernsthaft Gedanken über Wünsche und Geschenke macht. Er reflektiert darüber, dass es eigentlich nur wenige Jahre sind, in denen man mit "brauchbaren" Geschenken rechnen kann, ehe man Dinge erhält wie Nasenhaarschneider. Doch auch seine bisherigen Geschenke erfüllten nicht ganz die Anforderungen. Besonders die pädagogisch wertvollen Alltagshelden seiner Mutter. Doch unerwünschte Geschenke loszuwerden, erweist sich häufig als schwieriger als gedacht. So gilt es, dieses Mal zu planen und sich die Wünsche gut zu überlegen. Und genau das tut Greg äußerst gewissenhaft. - Doch sollte ihm nichts Originelles einfallen, würde er sich für den Weltfrieden entscheiden. "Aber falls mein Wunsch dieses Mal WAHR wird, hoffe ich, dass die Leute wissen, wem sie dafür danken müssen."
Und so beginnen die Partyvorbereitungen mit einer vom Gewissen (und den sozialen Medien) geplagten Mutter, einer Kartensammel-Leidenschaft (die ungeahnte Auswüchse treibt) und einem vermuteten Gorilla im Nachbargarten.
Doch wie immer kommt es anders als man denkt und fügt sich am Ende auf skurrile Weise zusammen mit mehr Torten, als Greg zu träumen gewagt hätte.
Wieder einmal überrascht das Buch mit absolut schrägen Gedankengängen und hinterlässt jene bittersüße Stimmung, welche die Greg-Geschichten ausmacht. Vielschichtig, krümelig und doch zum Hineinsinken wie der cremige Zuckerguss des absolut passenden Buchcovers. Greg denkt wieder erfrischend selbstzentriert um zehn Ecken und so kommt es, wie es kommen muss: Ein Greg-Geburtstag, auf den sich bestimmt alle freuen - herrlich menschlich und überraschend originell, mit einem kleinen Schuss an kindlicher Geburtstagsaufregung. Denn mit Greg Geburtstag feiern zu dürfen, ist definitiv lustig.