The Things Gods Break schließt nahtlos an den ersten Teil der Trilogie an und wirft einen als LeserIn beziehungsweise in meinem Fall als Hörerin direkt mitten ins Geschehen.
Lyra befindet sich - getrennt von Hades - im Tartaros wieder und muss sich durch tödliche Prüfungen kämpfen, um die sieben Schlösser der Götter zu knacken. Die Geschichte ist wahnsinnig komplex und rasant - es gibt Prüfungen, Täuschungen und Illusionen, Zeitsprünge und zahlreiche verschiedene Götternamen, die auf einen einprasseln, so dass insgesamt schon ein sehr aufmerksames Hören notwendig ist. Gerade der Einstieg in das Buch hat mich etwas überfordert und es hat etwas gebraucht, wieder in die Handlung reinzufinden - es hat sich aber gelohnt.
Insgesamt fand ich die Wendungen und allgemeinen Entwicklungen der Handlung sehr pfiffig und überraschend.
Lyra überzeugt auch im zweiten Band als starke Protagonistin, deren Schlagfertigkeit und Emotionen von Franziska Trunte ganz hervorragend vertont wurden. Ihre Verletzlichkeit, ihre Bissigkeit, Liebe ebenso wie zahlreiche Flüche - die Sprecherin liest mit soviel Tempo, Passion und Emotion, dass man richtig mitgerissen wird. Auch den anderen Charakteren verleiht sie ganz individuelle Stimmen, welche die Götter schön zum Leben erwecken.
Hades wird sehr gefühlvoll von Tim Gössler gelesen - er ist einer meiner liebsten Sprecher und hat mir auch in der Rolle des Herrschers der Unterwelt sehr gut gefallen. Die Art und Weise, wie Hades in diesem Band eine Rolle spielt fand ich sehr spannend, auch wenn ich mir etwas mehr Einblick in sein Wüten außerhalb des Tartaros gewünscht hätte.
Für mich ein gelungener zweiter Band, der mit einem spannenden Twist eine gute Ausgangsbasis für den Abschlussband bildet.