Auf dieses Buch bin ich durch die Verlagsvorschau aufmerksam geworden und habe das Erscheinungsdatum herbeigesehnt. Das Cover hat mich sofort angesprochen da es eine wunderbare mystische Stimmung ausstrahlt. Das es sich dabei um ein Kinderbuch handelt war mir deutlich bewusst, aber der Klappentext klang so spannend und interessant, dass ich sofort das Gefühl hatte, dass dies auch ein Buch für Erwachsene sein könnte.
Ich habe mich zu Beginn für das Hörbuch entschieden und war von dem Buch einfach nur begeistert. Da sich der Erscheinungstermin für den zweiten Teil der Reihe aber nun langsam nähert, habe ich mich dazu entschieden, das Buch nun auch noch zu lesen.
Das empfohlene Lesealter des Buches ist vom Verlag mit 10 Jahren angegeben. Diese Angabe finde ich auch durchaus angebracht. Da das Buch aber eine recht düstere Stimmung verbreitet, nicht unbedingt gruselig, aber doch ein wenig bedrückend, würde ich Eltern aber empfehlen genau zu überlegen, ob das jeweilige Kind bereits so weit ist, um dieses Buch zu lesen. Vor allem bei zartbesaiteten Kindern denke ich, dass es nicht unbedingt die beste Lektüre vor dem Schlafen gehen sein könnte. Meine persönliche Empfehlung wäre aber, dass Buch zusammen mit dem Kind zu lesen, da es sowohl für Heranwachsende als auch Erwachsene interessant ist.
Die Hauptperson und sogleich auch Namensgeberin des Buches ist die 12-jährige Waise Mika. Aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters, weiß sie, dass ihre Chancen adoptiert zu werden gering sind. Daher wohnt sie nicht nur im Waisenhaus, sondern muss dort auch tatkräftig mitarbeitet. Zusätzlich hat sie noch einen anderen Job in einem Lokal. Klingt im ersten Augenblick alles ein wenig falsch und weit hergeholt. Doch da das Buch im Jahr 1880 spielt, ist dies leider alles traurige Wahrheit.
Autor Johan Rundberg hat die Stimmung der Zeit und des furchtbaren Winters, der gerade herrscht, wunderbar eingefangen. Wie bereits anfangs erwähnt, empfand ich das Buch teilweise als sehr bedrückend und düster. Dennoch gab es immer wieder Passagen, bei denen ich schmunzeln musste.
Schauerlich schrecklich ist auch die Situation im Waisenhaus, diese wird vom Autor auch nicht beschönigt. Das Essen ist knapp und das Feuerholz geht zu Neige. Aber damit nicht genug, es passiert auch noch ein Mord.
An dieser Stelle beginnt die Zusammenarbeit des Kommissars Valdemar Hoff mit Mika. Denn er erkennt auf Anhieb ihre besondere Fähigkeit, nämlich ihre unfassbare Beobachtungs- und Auffassungsgabe. Das Zusammenspiel der doch sehr unterschiedlichen Charaktere hat das Buch dann endgültig abgerundet und ihm den allerletzten Schliff verpasst.
Mika Mysteries ist ein Buch, dass ich wirklich von ganzem Herzen weiterempfehlen kann. Die Geschichte ist spannend, intelligent konstruiert und sehr eindrucksvoll.
Mein Fazit: Unbedingt lesen!