"Wanted" ist eine Abrechnung mit einer Politik, die alle unsere bisher geltenden Gesetze, Regeln und Moralvorstellungen über den Haufen wirft. Die dystopische Fabel entlarvt die Cowboy- und Sheriff-Mentalität derer, die glauben, mit Brutalität, Unverschämtheit und Geld alles erreichen zu können. Philippe Claudel schlägt sie mit ihren eigenen Waffen: Er setzt ihre Sprache in ihrer Beschränktheit und Vulgarität ein, sein ätzender Humor entlarvt sie als Clowns, die glauben, dass sie Könige sind. Auch Politiker:innen, Journalist:innen etc. , die jeden Irrsinn analysieren, kommentieren und ihm dadurch noch mehr Gewicht verleihen, bekommen ihr Fett ab. Die Überspitzung macht Absurdität und Gefahr erst richtig bewusst: Der Wahnsinn hat Methode, wir müssen darauf reagieren. "Wanted" ist ein Akt des Widerstands!