Falls Boys von Penelope Douglas ist der erste Band ihrer neuen Hellbent Reihe.
Die achtzehnjährige Aro ist auf der falschen Seite der Stadt aufgewachsen und musste sich schon immer allein durchs Leben schlagen. Sie tut, was sie tun muss, um zu überleben. Bei einem aus dem Ruder gelaufenen Auftrag für ihre Gang wird sie jedoch ausgerechnet von Hawke Trent gerettet, dem Golden Boy der Stadt, der quasi der Inbegriff eines einflussreichen Rich Kids ist. Durch seine Einmischung landet er jedoch ebenfalls im Visier der Polizei und der Gangster, zwischen denen die Grenzen eindeutig verschwommen sind. Hawke nimmt Aro mit in sein Versteck, eine verlassene Geheimbar. Hier müssen beide ihre gegenseitigen Vorurteile überdenken und kommen sich Tag für Tag näher.
Die Hellbent Serie ist ein Spin off zu ihrer Fall Away Reihe und ich musste feststellen, dass es von Vorteil ist, wenn man diese gelesen hat. Die Story spricht immer wieder Dinge an, die man als Neueinsteiger verwirrend finden kann, vor allem, wenn man die Zusammenhänge und die Dynamik in der gesamten Stadt und den Familien der Hauptcharaktere nicht kennt.
Bad Girl trifft Golden Boy und beide sind überhaupt nicht so, wie sie es vom anderen erwartet haben. Natürlich gibt es nach kurzer Zeit eine fast schon magische Anziehung, die die beiden gegen alle Widerstände ankämpfen lassen. Ich mochte sowohl Aro als auch Hawke, der mich als Charakter eindeutig überrascht hat. Aber auch die Nebenfiguren haben jede Menge Potenzial, welches bisher nur an der Oberfläche angekratzt wurde.
Ich bin ein Fan der Autorin und ihrer explosiven Lovestorys. Für meinen Geschmack hätte die Hintergrundgeschichte um die offenen und versteckten Konflikte der Stadt aber noch ein wenig tiefer ausgebaut werden können. Vieles wird zu schnell und einfach abgebügelt, aber vielleicht kommen an dieser Stelle wieder die fehlenden Vorkenntnisse um die Fall Away Reihe ins Spiel. Man hat beim Lesen einfach das Gefühl, dass irgendetwas fehlt, aber trotzdem konnte mich die Geschichte um Aro und Hawke abholen.
Mein Fazit:
Trotz kleiner Abstriche gern mehr vom Carnival Tower. Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne!