Nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter kehrt Priya nach Jahren zurück nach Schottland, um ihren Vater im familieneigenen Bed & Breakfast zu unterstützen. Dort trifft sie nicht nur auf ihre Vergangenheit, sondern auch auf ihren Ex-Freund Callum, den sie damals zurückgelassen hat. Zwischen alten Gefühlen, ungelösten Konflikten und neuen Lebenswegen stellt sich schnell die Frage, ob manche Verbindungen vielleicht doch nicht verloren gegangen sind.
Verlieb dich nicht in Kilmoore ist eine gefühlvolle Geschichte, die mit ihren emotionalen Themen und der warmherzigen Atmosphäre überzeugt. Das Setting rund um das kleine Dorf, den Bauernhof und das Bed & Breakfast sorgt direkt für Wohlfühlstimmung und passt perfekt zur ruhigen, romantischen Grundstimmung der Geschichte. Der familiäre Konflikt rund um Erwartungen, Traditionen und Selbstverwirklichung bringt zusätzlich Tiefe in die Geschichte. Priya steht zwischen den Vorstellungen ihrer Familie und den eigenen Wünschen für ihr Leben. Gleichzeitig zeigt die Geschichte schön, wie schwer es sein kann, den eigenen Weg zu gehen, ohne dabei Menschen zu enttäuschen, die einem wichtig sind. Auch die Themen Trauer, Kommunikation und persönliche Entwicklung werden emotional und glaubwürdig eingebunden. Priya und Callum wirken nicht perfekt, sondern menschlich. Beide sind in den Jahren gewachsen und haben sich verändert, was ihre Entwicklung authentisch macht und die wechselnden Perspektiven sowie die Rückblicke in die Vergangenheit sorgen dafür, dass ihre gemeinsame Geschichte greifbar ist. Der Schreibstil selbst liest sich angenehm leicht und flüssig, wodurch man schnell in die Handlung eintaucht. Manche Momente sind etwas kitschig, passen aber gut zum Ton der Geschichte und machen den Charme des Buches mit aus.
Ein gefühlvoller Liebesroman mit viel Herz, sympathischen Figuren und einem gelungenen Blick auf familiäre Erwartungen und den Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben.