»Wenn man dem Roman etwas vorwerfen will, dann vielleicht seine Konsequenz: Er verweigert die große Dramatisierung zugunsten einer permanenten leisen Reibung. Doch gerade darin liegt seine literarische Kraft. Birnbacher zeigt einmal mehr, dass das Politische nicht im Ereignis liegt, sondern in den Strukturen und in den Geschichten, die wir über uns selbst und andere erzählen. Und vielleicht ist das auch die eigentliche Zumutung dieses Romans: dass er sich weigert, seine Figuren zu erklären. Stattdessen zeigt er, wie schnell wir selbst beginnen, es zu tun. Sie wollen uns erzählen ist damit weniger ein Roman über Abweichungen als über den Drang, sie zu benennen und entlarvt genau darin die Gewalt, die im scheinbar harmlosen Erzählen liegt. « Sophia Zessnik, taz, 02. 05. 26
»Ein bedeutende Beitrag zu ADHS - inhaltlich wie literarisch. « Michael Luisier, SRF Kultur, 21. 04. 26
»Ein wunderbar konzentrierter, berührender Roman, der mit literarischer Finesse vermittelt, wie verschieden unsere Wahrnehmung ist ganz egal, ob wir knisternde Nerven` haben oder nicht. « Andrea Gerk, WDR Westart Lesen, 08. 04. 26
»Birnbacher erzählt mit feinem Witz und Tiefgang von einer Mutter-Sohn-Beziehung, in der ADHS nicht zum Defizit, sondern einer anderen Wahrnehmung wird . . . Wie man sich durch Geschichten gegenseitig bestärken kann, wie Erzählen tröstet und rettet, davon erzählt dieser starke, berührende Roman. « Elke Schlinsog, DLF Kultur, 28. 03. 26
»Wieder gelingt Birgit Birnbacher das Kunststück, aus dem Leben Literatur zu destillieren; aber so, dass es auch in literarisierter Form noch immer nach prallem Leben riecht Die teilnehmende Beobachtung ohne bewertende Vereinnahmung, ist die Schreibhaltung, die Birgit Birnbacher auszeichnet . . . Ein leidenschaftliches Plädoyer für das Nicht-Normative, das Nicht-Konformistische, für den Wildwuchs. « Bernd Melichar, Kleine Zeitung, 28. 03. 26
»Birgit Birnbacher ist eine glanzvolle Erzählerin und eine elegante Stilistin, der es mühelos gelingt, in ihrer österreichischen Road-Novel viel Witz mit leichtfüssigem Ernst zu vereinen. « Rainer Moritz, NZZ, 25. 03. 26
»ADHS, das zeigt dieser herausragende Roman, ist mehr als eine Diagnose. Es bedeutet eine andere, vielleicht sogar intensivere Gefühlswelt,
von der Menschen, die sich aus welchen Gründen auch immer für normal halten, eine Menge lernen können . . . Eine ungemein berührende, manchmal unheimliche Geschichte, die gleichwohl ein bildstarkes und beruhigendes Ende findet. « Carsten Otte, SWR Kultur, 17. 03. 26
»Es wird nicht einfach beschrieben, sondern durch die Geschichte veranschaulicht - eine Art literarische Empirie, könnte man sagen . . . Literatur kann uns vielleicht helfen, einander besser zu verstehen. Birgit Birnbachers Roman zeigt, wie das gelingen kann. « Daniel Grabner, FM4, 17. 03. 26
»Mit schnörkelloser und zugleich hochliterarischer Sprache rückt Birnbacher stets nahe an Figuren heran, die sich abseits klassischer Erfolgsbiografien bewegen Ein berührender und zugleich witziger Text und eine zarte Geschichte der Selbstermächtigung. « Paula Pfoser, Ö1, 17. 03. 26
»Birnbacher kann's! . . . Birnbacher entwickelt einen ganz eigenen, lebensechten Ton beim Schreiben Es bleibt ein anderes Fühlen und Verstehen für etwas Wesentliches aus der Wirklichkeit. Das kann gute Literatur. « Wolfgang Schütz, Augsburger Allgemeine, 14. 03. 26
»Birnbachers einfühlsames, humorvolles und zugleich gesellschaftskritisches Porträt einer Mutter-Sohn-Beziehung nähert sich aus der Perspektive des Alltags. « Irina Kilimnik, Presse Spectrum, 14. 03. 26
»Birnbacher beherrscht eine Sprache, eine Fantasie, die angstlos dem Vorurteilsbehafteten entgegentritt Der Roman entwickelt einen unglaublichen Sog, weil sie eine Meisterin kleiner Cliffhanger ist und findet Sprache für Sprachlosigkeit. « Bernhard Flieher, Salzburger Nachrichten, 14. 03. 26