Irida und das Rätsel der Ruine ist ein spannendes Abenteuer, das mich vor allem mit seiner atmosphärischen Kulisse und der neugierigen, mutigen Protagonistin überzeugt hat. Irida ist keine Heldin, die blindlings losstürmt. Sie denkt nach, zweifelt, wägt ab. Genau das macht sie greifbar und sympathisch. Ihre Entschlossenheit, das Geheimnis der Ruine zu entschlüsseln, wirkt nie überzogen, sondern ehrlich erarbeitet.
Besonders gefallen hat mir die Mischung aus Rätsel, leiser Spannung und dieser unterschwelligen Magie, die sich nach und nach entfaltet. Die Geschichte lebt nicht von reiner Action, sondern von Entdeckungen. Man spürt beim Lesen dieses vorsichtige Vortasten in eine Welt, die größer ist, als sie zunächst scheint. Die Ruine selbst ist dabei mehr als nur ein Schauplatz. Sie wirkt fast wie ein eigener Charakter, voller Geschichte und verborgener Hinweise.
Sprachlich ist das Buch angenehm flüssig geschrieben und eignet sich gut für jüngere Leserinnen und Leser, ohne dabei banal zu wirken. Manche Wendungen waren für mich leicht vorhersehbar, dennoch hat mich die Grundidee getragen. Es ist eine Geschichte über Mut, Neugier und den Willen, hinter die Oberfläche zu blicken.
Ein atmosphärisches Abenteuer mit Herz, das Lust auf mehr macht.