Lainey, Medizinstudentin mit einem eher chaotischen Familienleben, braucht dringend ein Date für die Hochzeit ihrer Stiefschwester, um den Verkupplungsversuchen ihrer Mutter zu entgehen. Die Lösung ist ein Deal mit Parker Westfield, dem berüchtigten College-Boxer und Bad Boy inklusive Vergangenheit, die beide lieber vergessen würden. Was als Fake-Dating-Vereinbarung beginnt, entwickelt sich schnell zu mehr. Zwischen Familienfeier, intensiver Nähe und Parkers wichtigem Kampf verschwimmen die Grenzen zwischen Abmachung und echten Gefühlen zunehmend. Während beide versuchen, die Kontrolle zu behalten, wird klar, dass für Parker längst mehr auf dem Spiel steht als nur ein Sieg im Ring.
Der Roman spielt mit einer guten Mischung aus Tropes: Fake Dating, Bad Boy trifft Good Girl und jede Menge knisternde Spannung und gerade diese Mischung sorgt für einen unterhaltsamen Einstieg und eine schöne Dynamik, die einem beim Lesen sofort abholt. Die Chemie zwischen Lainey und Parker ist dabei spürbar und entwickelt sich glaubwürdig von einem Zweckbündnis hin zu echten Emotionen. Der Schreibstil ist leicht, modern und sehr zugänglich. Auch die Dialoge und die emotionale Entwicklung der Figuren tragen dazu bei, dass man sich gut in die Geschichte hineinziehen lassen kann. Parker erfüllt dabei vieles, was man sich von einem Book Boyfriend erwartet: nach außen hart, innerlich verletzlich. Die Handlung selbst folgt zwar bei vielen Entwicklungen bekannten Mustern des Genres, und bietet wenig Überraschung, kann aber dadurch mit ihrem Komfort-Level überzeugen. Man fühlt sich sofort zuhause in der Geschichte. Der Fokus auf Romance und Drama lässt andere Aspekte wie die sportliche Handlung oder tiefere Konflikte aber teilweise etwaszu sehr im Hintergrund bleiben.
Ein unterhaltsamer, gefühlvoller Roman mit viel Chemie, bekannten Tropes und genau der richtigen Portion Drama, der eher auf Vertrautes als auf Überraschungen setzt.