Nicht nur unter den Menschen gibt es Morde, ja, das Böse lauert gleich hinter dem Gartentor! Im Mikrokosmos zwischen Beet und Topf scheint der Garten voller Verbrechen. Unter Schnecken, Käfern, Insekten, Vögel und kleinen Säugetieren findet das Morden und Rauben täglich neu statt.
Im ach so idyllischen Garten gibt es Einbruch und Vandalismus, Raub und Diebstahl, Mord und Todschlag und jede Menge kriminelle Banden. In zwanzig Fällen werden hier Kriminalfälle aus dem Garten erzählt, neben der Fallschilderung gibt es Beschreibungen des Tatorts, Indizien und Zeugen, Verdächtige werden präsentiert, bis sich für jeden Fall sowohl der Täter wie auch das Motiv dazu findet. Das ist sachlich fundiert recherchiert und so sehr aus menschlicher Sicht erzählt, dass ich immer wieder schmunzeln musste. Eindrücklich bleiben die Kriminalfälle im Garten auf jeden Fall, schärfen sie doch den Blick für Kleinstlebewesen mit ihrer Lebensart in einem alltäglichen und uns doch oft so unbekannten Milieu. Hinter all den Erzählungen spürt man, wie sehr die Autorin selbst sich in der Natur wohlfühlt und wieviel Wissen sie sich angeeignet hat, das sie nun auf humorvolle Weise weitergibt. Ergänzt werden die Fälle durch jede Menge aufschlussreiche Fotos direkt aus der Natur. So gerät dieses Sachbuch natürlich nicht zu einem Kriminalthriller mit durchgehender Handlung, dafür aber zu einem Schmöker, in dem man sicher gerne immer wieder reinguckt, wenn man sich regelmäßig im Garten oder sonst in der Natur aufhält.
Die besondere Aufmachung dieses Sachbuchs hat mir von Anfang bis Ende bestens gefallen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.