Inhalt & Handlung:
Teil 7 der Fabian Risk Reihe beginnt mit einem Blackout in der Küstenregion Schweden, im Zuge dessen es zu zahlreichen kriminellen Handlungen kommt: ein Bankraub, bei der eine gewaltige Geldsumme erbeutet wird, eine Frau stirbt, wobei erst bei näherer Betrachtung ein Mord vermutet wird, und ein kleines Kind verschwindet spurlos. Obwohl es scheint, dass diese Fälle nichts miteinander zu tun haben, haben sie doch alle eine Gemeinsamkeit: etwaige Zeugen verhalten sich seltsam, plötzlich will keiner mehr etwas gesehen oder gehört haben. Was steckt dahinter?
Schreibstil:
Ein unglaublich spannender Krimi in gewohnter Ahnhem- Manier, der bereits nach den ersten Seiten zu einem echten Pageturner wird. Alles geht Schlag auf Schlag, wobei der Leser jedoch lange Zeit im Unklaren darüber gelassen wird, womit er es hier zu tun hat. Die kurzen Kapitel befassen sich jeweils mit einer anderen Begebenheit, wobei diese jedesmal abrupt abbrechen, und man dadurch quasi gezwungen ist, weiterzulesen. Die Storyline ist sehr geschickt aufgebaut. Obwohl der Roman ein Teil einer ganzen Serie ist, kann man diesen ohne Probleme auch für sich alleine lesen, da man die nötigen Hintergrund-Informationen ganz nebenbei erhält.
Charaktere:
Hauptcharakter ist zweifelsohne der Ermittler Fabian Risk, der in der Vergangenheit den Tod seiner Frau und dem gemeinsamen Sohn zu verkraften hatte. Obwohl ihm mit Linn Hagman eine äußerst talentierte Kollegin zur Seite gestellt worden ist, erledigt er viel seiner Ermittlertätigkeit im Alleingang, ohne sie davon in Kenntnis zu setzen. Der Charakter der Linn wuchs mir bereits zu Beginn an sehr ans Herz: mit ihrer Hartnäckigkeit erreicht sie oft auf sehr amüsante Weise ihr Ziel.
Cover:
Das Coverbild ist sehr düster und mystisch gehalten, dieses Buch gibt also nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch einiges her!
Meinung:
Als Leser bekommt man die nötigen Informationen nur häppchenweise zugeworfen, sodass man anfangs ein wenig frustriert ist, weil man nicht vorhersehen kann, worauf dieser Roman hinausläuft und was einem hinter dieser Mauer des Schweigens der Zeugen wohl erwartet! Das Ende überrascht, hat aber einen sehr interessanten Bezug zur Gegenwart.
Persönliche Kritikpunkte:
Auch wenn das Buch es fast über die gesamte Länge schafft den Spannungsbogen zu halten lässt es knapp vor dem Ende doch ein wenig nach, um kurz darauf wieder volle Fahrt aufzunehmen und es zu einem spannenden Ende kommt. Was ich mich die ganze Zeit über jedoch gefragt habe ist, was es mit dem Titel des Buches auf sich hat, es ergibt sich bis zum Schluss keine schlüssige Erklärung dafür!
Fazit:
Ein Buch, das ich aus tiefster Überzeugung empfehlen würde, da es wirklich äußerst spannend aufgebaut ist!