Victoria war mir vom ersten Moment an sympathisch. Sie ist eine starke junge Frau, die nicht weiß, wie sie mit dem Tod ihrer Mutter und der Gefühlskälte ihres Vaters umgehen soll. Sie tat mir oft sehr leid. Denn selbst ihre Freunde scheinen nicht zu merken, wie es Victoria geht, weswegen sie oftmals sehr einsam auf mich wirkte. Ich fand ihre verschiedenen Gefühle, insbesondere ihr Gefühlschaos wegen ihrer Eltern und ihrem Schutzengel Nathaniel, nachvollziehbar. Zudem hat die Autorin ihre Emotionen so gut dargestellt, dass sie für mich spürbar waren. So konnte ich vom ersten Moment an mit Victoria mitfiebern, mit ihr schimpfen, traurig sein und habe ihre ersten zarten Gefühle für Nathaniel miterleben dürfen. An Victoria haben mir besonders ihre Stärke, ihr Wille, nicht aufzugeben, und ihre Hilfsbereitschaft gefallen.
Nathaniel ist ein toller Kerl. Man spürt, wie sehr es ihn freut, dass Victoria ihn sehen kann. Er würde wirklich alles für sie tun. Gefallen hat mir, dass er auf Victorias Bedenken wegen seiner Fähigkeit, ihre Gedanken zu lesen, eingegangen ist und ihre Grenzen respektiert. Ich war mir bei ihm manchmal nicht so sicher, ob er das Gleiche für Victoria empfindet wie sie für ihn. So entwickeln sich ihre Gefühle füreinander sehr zart und sind für mich von Victorias Seite aus deutlicher zu spüren. Dies mag aber auch an der Gefahr liegen, die eine Liebe für die beiden bedeuten könnte, die Nathaniel natürlich bewusster ist als Victoria.
Alles rund um die Engel, mit ihren verschiedenen Aufgaben, die Dämonen und die Regeln, die beide mehr oder weniger befolgen müssen, fand ich interessant, und ich hoffe, im nächsten Band noch mehr darüber zu erfahren. Außerdem war für Spannung gesorgt. Denn nicht nur, dass jeder Victoria etwa zu verheimlichen scheint, muss sie noch einen Weg finden, Nathaniel vor dem Tribunal zu retten, was nahezu unmöglich ist.
Fazit:
Eine wunderschöne Geschichte über eine junge Frau, die durch ihren Schutzengel Nathaniel aus ihrer tiefen Trauer herausgerissen wird und wieder anfängt, zu leben. Ich habe Victoria sehr gerne auf ihrem Weg und bei ihrer Recherche zu Engeln begleitet, war gespannt, was sie alles herausfindet, und ebenso frustriert wie sie, wenn alle mal wieder mit den Informationen hinterm Berg halten. Victorias verschiedene Gefühle wurden so gut dargestellt, dass sie für mich spürbar waren. Dadurch habe ich die ganze Zeit mit ihr mitgefiebert, geschimpft, getrauert und habe ihre ersten zarten Gefühle für Nathaniel miterleben dürfen. Alles rund um die Engel, ihre Aufgaben, die Dämonen und die verschiedenen Regeln, denen die Engel und Dämonen unterworfen sind, fand ich interessant und würde gerne mehr darüber erfahren. Nun bin ich gespannt, wie es im nächsten Band weitergehen wird.