Wow, To Cage a Wild Bird von der Autorin Brooke Fast ist ein absolutes Highlight und eine der besten Dystopien, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Schon lange hat mich keine Geschichte mehr so sehr gefesselt, nur um mich am Ende mit einem fiesen Cliffhanger zurückzulassen.
Raven versucht als Kopfgeldjägerin, ihren Bruder und sich selbst über Wasser zu halten. Die Nahrungsversorgung ist extrem knapp, die Menschen haben kaum Geld, und das Leben ist von Entbehrungen geprägt. Das System ahndet jedes Verbrechen, egal ob groß oder klein. Wer gegen die Regeln verstößt, landet früher oder später im Gefängnis Endlock. Dort werden Menschen nicht nur eingesperrt, sondern zum Vergnügen der Oberschicht gejagt und getötet.
Raven hat mir von Anfang an gefallen. Ihre verantwortungsbewusste, fürsorgliche Seite und die tiefe Liebe zu ihrem jüngeren Bruder Jet haben es mir besonders angetan. Für ihn ist sie bereit, alles zu tun, selbst wenn das bedeutet, sich in tödliche Gefahr zu begeben und im Gefängnis Endlock zu landen. Natürlich darf auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen, die ebenfalls Raum einnimmt: Raven entwickelt eine zarte Romance mit einem der Gefängniswärter, der nicht auf der Seite des Systems zu stehen sscheint.
Die Autorin überzeugt mit einem spannenden, mitreißenden Schreibstil. Das Setting ist interessant und sehr gut vorstellbar. Der Roman beginnt direkt mitten im Geschehen, ohne lange Vorgeschichte, was das Tempo enorm erhöht. Der Wettlauf gegen die Zeit ist so intensiv geschrieben, dass man beim Lesen kaum Luft holen kann.
Auch das Cover ist schön gestaltet, wenngleich mir persönlich etwas mehr dystopische Atmosphäre gefehlt hat.
Fazit: Wer wieder einmal in eine düstere dystopische Welt eintauchen möchte, ist mit diesem Roman bestens beraten. Ich vergebe eine klare Leseempfehlung und hoffe sehr, dass Band 2 nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt.