Sabine Häcker, geb. 1967 in Gütersloh, hat Deutsch als Fremdsprache, Arbeitslehre und Erziehungswissenschaften studiert und ist als Lehrerin und Fachdirektorin für Bildungswissenschaften seit 30 Jahren im Bremer Schuldienst. Sie hat in Brasilien, Australien und Israel gelebt, in der Türkei geheiratet und eine erwachsene Tochter.
Ihr Interesse an Weihnachten hat viele Gründe. Sie findet es spannend, welch ein facettenreiches Traditionsknäuel dieses Winterfest ist, in dem 2000 Jahre Geschichte und Machtgerangel stecken.
Weil Weihnachten viel mehr als bloß ein christliches Fest ist, findet sie es gesellschaftlich relevant, die Vielschichtigkeit der weihnachtlichen Traditionen und ihr Spektrum von religiös bis weltlich einzuordnen.
Die biblischen Weihnachtsgeschichten mit ihrer Widersprüchlichkeit sind dabei ein gutes Beispiel dafür, dass die Bibel nur im Kontext ihrer Entstehung gelesen werden kann - was Sabine Häcker im Hinblick auf die weltweiten gesellschaftlichen Entwicklungen aus politischer Sicht relevant findet.
Bei ihren Recherchen über Weihnachten hat sie zudem herausgefunden, dass die häusliche Weihnachtsfeier in der Epoche der Aufklärung entstanden ist und die damals neuen Konzepte von Kindheit, bürgerlicher Familie und Religion als Privatangelegenheit umsetzte. Diese geistesgeschichtliche Verortung wurde bisher übersehen, wirft jedoch ein völlig neues Licht auf das Fest und - so schreibt die Autorin im Nachwort ihrer Kulturgeschichte - macht ihr Weihnachten nur noch sympathischer!