Da ich Vampirgeschichten mag, war ich sehr gespannt auf Empire of Blood We Who Will Die von Stacia Stark. Das Buch ist der Auftakt einer Trilogie und sowohl der Farbschnitt als auch das Cover sind ein echter Hingucker.
Arvelle wollte nach ihrem Sieg auf dem Sand und dem Tod ihrer besten Freundin nie wieder kämpfen. Doch um ihren jüngeren Bruder zu retten, geht sie einen magischen Schuldschwur mit einem Vampir ein. Sie muss die Auslese überstehen und dann den Imperator, einen uralten Vampir, den der Gott Umbros selbst erschaffen hat, töten. Dabei zieht sie den Zorn des Primus auf sich. Doch auch der Sohn des Imperators hat sie ins Auge gefasst. Nun kämpft sie nicht nur um das Leben ihres Bruders und ihres, sondern auch gegen Intrigen und gegen ihr eigenes Herz.
Der Anfang hat mir wirklich gut gefallen, doch ab der Hälfte wurde das Buch für mich immer anstrengender. Das lag vor allem daran, dass immer mehr Fehler aufgetaucht sind, die vor allem inhaltlicher Natur sind. So bekommt Arvelle von einem Tiberius ein Schwert und Schild, legt diese später auf einem Tisch für einen gewissen Jonah. Ein paar Kapitel später steht, dass sie ihr Schwert, mit dem sie in der Arena trainiert hat, neben genau diesen zwei Waffen in ihr Zimmer stellt. Dabei ist das nicht möglich. Solche Sachen kamen leider durchgehend vor und gerade ab der Hälfte wurde es immer mehr, was ich sehr schade fand. Zudem fand ich die Aufgaben nicht so sehr gelungen. Sie waren zwar richtig gut beschrieben, sodass ich genau wusste, was wie passierte, aber dafür dass diese so schwer und tödlich sein sollten, fand ich diese recht harmlos verglichen mit dem, was ich erwartet hatte. Es sind viele gestorben, gerade in der letzten Aufgabe, aber trotzdem empfand ich diese als ungenügend. Gerade als Arvelle und ein anderer gegen einen Greif kämpfen mussten. Der Greif wurde von dem anderen so einfach bekämpft, das ich mich gewundert hatte, was daran schwer sein sollte. Sicherlich ging es in diesem Kampf darum, dass Arvelle und der andere Zusammenarbeiten sollten, aber dann erwarte ich doch erst Recht einen Kampf, wo sich beide wirklich absprechen müssen und den Greif nicht nur umpusten müssen, damit sie siegen, auch wenn das nun sehr übertrieben von mir ist. Um nun aber zu den positiven Apekten zu kommen: Die Story, das ganze Worldbuilding fand ich unglaublich gut gelungen. Ich mochte es, wie die Götter beschrieben und wie die Machtverhältnisse dargestellt wurden. Das fand ich wirklich faszinierend. Auch gab es die eine oder andere kleinere Überraschung, auch wenn vieles recht vorhersehbar war, aber das fand ich nicht weiter schlimm.
Arvelle fand ich einen faszinierenden Charakter. Sie war sehr aufopferungsvoll ihren Brüdern gegenüber und hätte alles für sie getan, was sie mit dem Schuldschwur auch beweist. Zudem lässt sie sich wenig bieten und ist mutig. Manchmal handelt sie ohne groß Nachzudenken, aber ich denke das ist nur menschlich. Aufgrund ihres Charakters fand ich eine Handlung von ihr auch sehr unglaubwürdig. Und zwar kann sie mit ihren Brüdern über einen Spiegel kommunizieren. Eines Tages will der Primus sie herausschleusen und bringt sie zur Stadtgrenze, damit sie flüchten kann. Erst danach würde sie ihren Brüder Bescheid geben, dass diese auch fliehen sollen, denn diese werden von anderen Vampiren festgehalten, als Druckmittel Arvelle gegenüber. Das fand ich extrem unpassend. Sie kam mir immer wie jemand rüber, die will, dass ihre Brüder in Sicherheit sind und sie würde niemals flüchten und ihre Brüder somit der Gefahr aussetzen, dass jemand ihre Flucht bemerkt und diese aus Zorn tötet. Sie hätte ihren Brüdern erst Bescheid gegeben und wäre geflohen, wenn sie gewusst hätte, dass es diesen auch gelungen wäre. Außerdem heißt es immer sie vertraue so schnell niemanden, weil sie sich immer auf sich selbst verlassen musste, aber sie vertraut schnell einigen Mitkämpfern und tweilweise auch dem Sohn des Imperators. Da kann ich wirklich nur von Naivität sprechen. Die anderen Charaktere fand ich super, gerade die Nebencharaktere wie Maeva oder Leon. Die waren unglaublich gut herausgearbeitet und hatten eine gewisse Tiefe. Diese Tiefe habe ich bei der Beziehungsentwicklung zwischen Arvelle und dem Primus vermisst. Da kam einfach keine wirklichen Gefühle, kein Kribbeln rüber. Das fand ich recht schade. Insgesamt fand ich das Buch okay, aber durch die ganzen Unstimmigkeiten kann ich dem Buch nur zwei Sterne geben. Es wären bis zur Hälfte des Buches mehr gewesen.