Polarblut - Tödliches Leuchten, von Tuva Bro, erschienen im Gmeiner Verlag am 11. Februar 2026
Taschenbuch (336 Seiten) mit gestalteten Inneklappen
Klappentext
- siehe Buchbeschreibung
Meine Meinung und Fazit
Eine neue Autorin, die sich an einen skandinavischen Kriminalroman heranwagt. Wir reisen in den hohen Norden Norwegens, 350 km oberhalb des Polarkreises. Im Sommer geht die Sonne nicht unter und im Winter zeigt der Himmel dort fantastische Polarlichter, die auch als Aurora borealis oder Nordlichter bekannt sind.
Das Ermittlerduo Anta und Hans wird unterstützt von Harald, Olav und Hedda. Die Aufgaben des Teams bestehen eigentlich darin, verlorene Gegenstände, kleine Diebstähle oder Sachbeschädigungen aufzuklären. Doch in ihrer Heimatstadt Tromsø wächst der Zustrom der Touristen und somit auch der Neid auf den erfolgreichen Geschäftsmann Glen Solberg. Dieser wird tot vor seinem Wohnhaus in Tromsø gefunden. Ein kaltblütiger Mord: Kopfschuss aus nächster Nähe.
Anta und Hans fahnden im Umfeld des Toten nach dem Mörder. Es gibt nicht viele Anhaltspunkte für sie. Ein wenig später wird ein weiterer Mord verübt, wodurch sich die Frage stellt: Was verbindet diese beiden Männer?
Der Schreibstil von Tuva Bro gefällt mir sehr gut. Die Kapitel sind kurz und knackig und zahlreiche Andeutungen werden gemacht. Selbst wenn zahlreiche Figuren wie Ermittler, Zeugen und Verwandte vorkommen, hatte ich nie das Gefühl, den Überblick zu verlieren. Zahlreiche geraten ins Visier, doch rasch wird deutlich, dass das Problem ein ganz anderes ist, als zunächst angenommen. Es gefällt mir, wenn auch die Ermittler ins Rampenlicht treten und Einblicke in ihr Privatleben gewähren. Und Anta hat auch einige private Dinge, die sie beschäftigen. Durch den Sport kann sie ihren Kopf freibekommen und sich auf ihre Arbeit konzentrieren. Ob es zu viel oder zu wenig ist, hängt immer vom Standpunkt des Betrachters ab. Bei der Wohnungsauflösung seines Vaters fand Hans eine Geburtsurkunde, die ihn sehr beschäftigt.
Zusätzlich zu all den Ermittlungen und privaten Schwierigkeiten erhalten wir einen sehr schönen Einblick oder besser gesagt Ausblick auf Tromsø, die Polarlichter und die eisige Kälte.
Der Debütroman von Truva Bro hat mir sehr gut gefallen. Es handelt sich um einen unterhaltsamen Kriminalroman, der keine Psychopathen und nur wenig Blutvergießen aufweist. Irreführende Hinweise, interessante Verdächtigte und Zeugen sowie der private Hintergrund der Ermittler fanden ebenfalls meine Zustimmung. Ich würde mich freuen, bald noch mehr über das Ermittlerduo zu lesen. Einige Fragen sind ja noch offen. Von mir gibt es 5 Hühnchen und eine Empfehlung.