Titel und Cover bilden eine wundervolle Einheit bei dem ersten Band der neuen Romanreihe von Madita Tietgen. Genauso stelle ich mir die Insel Magerøya im Norden Norwegens vor, beleuchtet von der nicht untergehenden Sonne entlang der Gebirgskette, die sanft das Wort Hoffnungen des Titels unterstreicht.
Ganz in ihrem gewohnten, präzisen und doch leichten Schreibstil stellt mir Madita Tietgen, Thea und Kasper vor. Thea, die bei einem Sturz während einer Wanderung kurzzeitig ihr Gedächtnis verloren hat, versucht sich mit Hilfe von Kasper, mit dem sie offensichtlich ein Treffen geplant hatte, wieder zu erinnern.
Dabei gehen beide sehr behutsam vor und es wird schnell klar, dass die beiden mehr verbindet, als man erahnen kann. Eingebunden in vertraute wunderschöne Naturbeschreibungen begebe ich mich mit den beiden auf die detektivische Suche nach Theas Leben. Zunächst fest eingeschnürt in ihren Welten, beginnen beide mit der Entwirrung und erfahren Dinge, die nicht nur auf Zustimmung stoßen.
Dabei erscheint das Auftreten der beiden Elche, symbolisch wohl Theas verstorbene Eltern, fast schon magisch.
Madita Tietgen hat einen fesselnden Roman zum Reihenstart verfasst, der mich vollkommen überzeugt hat und ich mich jetzt schon auf weitere Bände freue.