
Rüdiger von Fritsch hat sein Leben als Diplomat der Verständigung der Völker verschrieben, sein Vater das seinige "unserer herrlichen Bewegung", dem Nationalsozialismus. Für ihn waren "Deutschlands Feinde" schuld an dem unendlichen Verlust, der die Erzählungen der Erwachsenen in Rüdiger von Fritschs Kindheit prägte.
Der Bestsellerautor schildert, wie es ihm als Kind allmählich dämmerte, dass es in Wahrheit die Deutschen gewesen waren, die Leid über den europäischen Kontinent und seine Menschen gebracht hatten - und wie "die Geschichte in ihm" ihn auf seinem Lebens- und Berufsweg begleitete, der ihn als deutschen Botschafter nach Warschau und Moskau führte. Fesselnd verwebt er die eigene Geschichte mit der seiner Familie, zu der mit Großonkel Werner von Fritsch der Oberbefehlshaber des Heeres gehörte, den Hitler 1938 aus dem Weg räumte. Sein Buch ist ein eindringliches Zeugnis, wie wichtig es ist, über Verlust und Entwurzelung, über Schuld und Verstrickung in der eigenen Familie zu sprechen.
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