ALEXANDER
Ferdinand von Schirach
ET: 25.02.26
Ich glaube, sagte Alexander, dass es so auch mit den Menschen ist. Sie sind nicht gleich, du hast recht. Aber alle müssen gleich behandelt werden, nach den gleichen Regeln. (S. 65)
Alexander wächst in Kaliste auf, einer kleinen, idyllischen Stadt am Meer, als Sohn eines Tuchhändlers. Sein Leben ist geprägt von Zufriedenheit und Geborgenheit bis der König im Streit mit den Nachbarländern einen Krieg entfacht. Die Väter und Söhne ziehen in die Schlacht und verlieren ihr Leben, während der König das Geschehen aus sicherer Entfernung beobachtet und dabei gemütlich sein Trockenobst isst.
Als Kaliste schließlich in Schutt und Asche liegt, der König besiegt und verschleppt ist und auch Alexanders Vater nicht aus dem Krieg zurückkehrt, scheint alles verloren. Doch mit dem Ende des Krieges beginnt etwas Neues: Die Menschen erkennen, dass sie gerechte Gesetze brauchen Gesetze, die nicht nur andere schützen, sondern auch sie selbst.
So wird der junge, kluge Alexander auf eine Reise geschickt, um genau diese Gesetze zu finden und zu verstehen.
Welche Abenteuer ihn dabei erwarten und wer ihm auf seinem Weg zu den Grundprinzipien der Demokratie hilft, sollten Leserinnen und Leser besonders Kinder ab 10 Jahren unbedingt selbst entdecken.
Mit diesem Kinderbuch eröffnet Ferdinand von Schirach einen sensiblen und klugen Zugang zu den Rechten und Pflichten innerhalb einer Demokratie. Ohne belehrend zu wirken, regt er zum Nachdenken an und bietet wertvolle Denkanstöße.
Ich habe das Buch in weniger als zwei Stunden gelesen der gewohnt klare und flüssige Schreibstil ließ mich nur so durch die Seiten fliegen.
Das Buch eignet sich hervorragend zum Vorlesen, aber auch als Klassenlektüre.
5/5