Der Krimi startet ohne langes Vorgeplänkel mit einem Mord. Auf der Jubiläumsfeier seiner Chefin, der Hotelkettenbesitzerin Dona Esmeralda, bricht vor den Augen des Sicherheitschefs Flaco eine Frau zusammen und stirbt - leider keines natürlichen Todes. Zudem ist sie die Patentochter seiner Chefin. Damit ist es etwas persönliches und der ehemalige Kriminalbeamte Flaco ist wild entschlossen , den Mörder zu finden. Mögliche Verdächtige gibt es zuhauf, angefangen bei der habgierigen Verwandtschaft bis hin zu einem dubiosen afrikanischen Oberst mit seiner Entourage.
Nun folgen packende Ermittlungen, die aber kein Licht ins Dunkle bringen, sondern die Verwirrung vergrößern. Nur eines ist sicher, das Gift war im Champagner. Es ist, als habe man die Teile zweier Puzzlespiele miteinander vermischt. Das ergab reichlich Spielraum, meine eigenen Vermutungen anzustellen. Ich habe wilde Theorien aufgestellt, um am Ende zu erfahren, dass alle falsch waren. Wie der Fall dann von Flaco gelöst wird, war für mich großes Kino. Er lädt alle Beteiligten zu einer Party ein und rekapituliert die Geschehnisse , wobei er seine Vermutungen mit den Fakten kombiniert. Das war spannend und für mich wurden dabei viele offene Fragen beantwortet. Mit der Person des Täters habe ich überhaupt nicht gerechnet. Kurz war ich versucht, Mitleid zu haben, dann überwog meine Wut und mein Entsetzen über die gezeigte Hybris und Gefühlskälte. Auf jeden Fall ein gelungenes Finale !
Überzeugt hat mich auch der Erzählstil. Flaco berichtet die Ereignisse aus der Ich-Perspektive. Flaco war mir rundum sympathisch. Mich hat seine Hartnäckigkeit und Gerechtigkeitssinn gepaart mit Empathie überzeugt. Seine nicht ausgesprochenen Gedanken haben mich oft zum schmunzeln gebracht. Den Krimi zu lesen, war für mich ein spannendes und humorvolles Vergnügen.