Peter Probst, der Autor des Kriminalromans Am helllichten Tag, präsentiert eine Geschichte, die an einen Cold Case aus den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts angelehnt ist. Mit äußerstem Feingefühl, insbesondere auch gegenüber den Angehörigen der Opfer, berichtet er über das spurlose Verschwinden von drei Kindern in Pirmasens, über die vergeblichen Aufklärungsversuche und über die zur damaligen Zeit vorherrschenden Begleitumstände. Dabei stellt er die Ängste und Gefühle der Freunde bei den Befragungen durch die Kriminalisten schonungslos ehrlich und damit aus heutiger Sicht verstörend dar. Die Geschichte gewinnt in ihrem Verlauf immer mehr an Dynamik, nicht zuletzt auch durch eine Begebenheit in der Gegenwart, die sich erst im Laufe der Zeit zu einem Fall entwickelt und schließlich durch seine Unvorhersehbarkeit und seine Aktualität in unserem gesellschaftlichen Leben eine fesselnde Spannung erzeugt.
Toni, die Protagonistin, kehrt nach langer Zeit wieder in die Heimat zurück, weil sie ihrem schwer erkrankten Vater nahe sein möchte. Doch sie trifft ihn nicht mehr lebend an und muss sich nun um die Beerdigung als auch um das Erbe kümmern. Dabei stößt sie auf Unterlagen ihres Vaters, die eine Verbindung zu dem mysteriösen Verschwinden seines Freundes von damals aufweisen. Nun ist nicht nur ihr Ehrgeiz als investigative Journalistin geweckt, sie hofft auch, ihren Vater durch Recherchen besser kennen zu lernen. Doch es kommt anders als man nun vermuten könnte, denn Toni begibt sich in aller höchste Gefahr bei ihrer Suche nach der Wahrheit.