Die 4jährige Poppy Clarke verschwindet spurlos aus dem Kindergarten. Niemand hat etwas gesehen. DI Ray Wilkins wird mit dem Fall beauftragt. Auch Ryan Wilkins, vom Dienst suspendiert, mittlerweile bei einer Sicherheitsfirma angestellt, läßt die Tat keine Ruhe. Zumal er in der Tatnacht Kontakt zu dem Kriminellen Mick Dick hatte, der wenige Minuten später bei einem Unfall verstarb. Mick Dick hatte bei der Begegnung offensichtlich Panik und Ryan ahnt, daß er etwas mit Poppys Verschwinden zu tun hat. Er setzt seine Wiedereinstellung aufs Spiel, um bei der Lösung des Falles zu helfen.
"Das kalte Herz von Oxford" ist der zweite Fall für DI Wilkins. Simon Mason hat ihn aber so geschrieben, daß man auch perfekt mit diesem Band starten kann. Wichtige Dinge aus Band 1 werden kurz erläutert und auch die Charaktere erhalten hier eine neue kurze Vorstellung, so daß ein klares Bild vor Augen erscheint. Dieser Fall hat es wieder in sich. DI Ray Wilkins, der selbst bald Vater von Zwillingen wird, sieht sich einer Verbrechensorganisation entgegen gesetzt, die es auf kleine Kinder abgesehen hat. Dies belastet nicht nur ihn, sondern auch seine Frau Diane, deren Schwangerschaft nicht ohne Komplikationen verläuft und sie eigentlich die ganze Hilfe ihres Mannes benötigt. Und auch Ryan Wilkins mischt kräftig auf seine ganz eigene Art mit. Er läßt sich nichts verbieten und macht das, was sein Herz ihm sagt - und genau das macht ihn für mich zum Sympathieträger des Buches. Er ist der Außenseiter - aber mit Herz und Mut. Die Handlung ist wieder sehr spannend und mit vielen Wendungen und Überraschungen gespickt, so daß auch von dieser Seite her keine Langeweile aufkommt. Mit diesem Buch erhält man einen typisch englischen Krimi im modernen Gewand. Ich freue mich schon sehr auf eine Fortsetzung!