Seit Jahren erfreuen mich die Gärten des Jahres; das Buch wurde, wie man es von Callwey gewohnt ist, sehr hochwertig erstellt und wundervoll illustriert.
Gezeigt werden 50 Gärten; der kleinste von ihnen weist eine Größe von 200qm auf, der größte Garten bemisst sich auf 4.150qm; zudem gibt es auch eine Dachterrasse 55qm sowie einen Vorgarten von 38qmzu betrachten. Viele der vorgestellten Gärten gehen scheinbar nahtlos in Wald, Küste, Gebirge oder Wiesenlandschaft über. Fast ausnahmslos finden sich Pools, Schwimmteiche, manchmal Seerosenbecken oder andere Wasserbereiche, häufig auch Kiesflächen und -wege, Bruchsteinmaueren in den vorgestellten Lösungen. Die Gartenvorstellungen wurden durch Angaben zu Besonderheiten des jeweiligen Grundstückes, den Wünschen und Vorstellungen des Auftraggebers, des Konzepts, der verwendeten Materialien sowie einem Grundriss abgerundet. Besonders die Schwimmteiche machen die meisten der vorgestellten Gärten zu uncharmanten Einheitslösungen mit kleinen abweichenden Details, aber nichts, was mich jetzt wirklich begeistern könnte oder die Realität eines Gartens der überwiegenden Bevölkerung ausmachen könnte. Einzelne ansprechende Gärten wren die Dachterrasse, der Waldgarten en miniature mit 260qm, der gesteltete Garten einer ehemaligen Schauspielschule/Villa, ein Cottagegarten sowie Umgeben von Lieglingspflanzen. Am wenigsten gefiel mir ein Betonbunker mit umlaufenden Schaufenstern, durch die eine Verbindung zum Rasen und einzelnen Pflanzen geschaffen worden sein soll.
Die Darstellungen und Beschreibungen, ob in Fotos oder Texten fallen insgesamt beeindruckend aus. Die Gartengestaltungen werden im Kapitel der beworbenen Produkte und unterstützender Firmen besonders in der Kategorie Pool nochmals deutlich aufgezeigt, auch wenn vordergrundig ein Sonnenschirm oder Pflanzkübel gezeigt werden soll.
Von der Ausgabe dieses Jahres bin ich ein wenig enttäuscht; kar, man hat jedes Jahr ein wenig den Eindruck, dass die ausführenden Firmen hier ein gemeinsames Buch zur Eigenwerbung herausgeben; dieses Jahr fällt der Eindruck aber doch deutlich stärker aus. Mir fehlen eindeutig mehr charmante, bodenständige Gestaltungen, etwas Liebreiz und Charme und, selbstverständlich auch Inspiration für einen durchschnittlichen Garten.