"Die Ozeanschwimmerin" von Charlotte Tarnowski hat mich total überrascht. Ich hatte gar nicht mit so einer tiefgehenden und emotionalen Geschichte gerechnet.
Sophie steht mitten im Leben, sie hat bei einem Verlag einen Job, der sie ausfüllt, und eine Familie, die sie tief und innig liebt.
Bei einem furchtbaren Unglück verliert sie ihre beiden Lieblingsmenschen, ihren Sohn und ihren Mann, und den Familienhund. Für die bricht ihre Welt komplett zusammen.
Ihr Chef gewährt ihr eine Auszeit für ein Jahr und die Mittel für ein Projekt, dem sie sich jetzt stellen möchte, um wieder etwas zu fühlen, um weiterleben zu können.
Da sie geplant hatte, gemeinsam mit ihrem Sohn die Straße von Gibraltar zu durchschwimmen, stellt sie sich jetzt der Ocean's Seven Challenge. Sie möchte innerhalb eines Jahres die sieben Meeresstraßen durchschwimmen.
Der Autorin gelingt es hervorragend die Natur, im Wasser und auch außerhalb zu beschreiben. Für mich fühlte es sich teilweise so an, als wäre ich mit vor Ort.
Auch Sophies Gedanken und Gefühle bringt sie gut rüber. Obwohl sie mein volles Mitgefühl hatte, ist Sophie nicht immer sympathisch. Sie hat kein gutes Verhältnis zu den Menschen, die sie begleiten, hinter ihr stehen und ihr helfen. Aber das alles ist Teil der Geschichte und gerade das macht sie so real nachvollziehbar.
Mir hat hier gerade die Dynamik, die Entwicklung der Protagonisten sehr gut gefallen, das war alles sehr echt und glaubhaft, sehr emotional. Und der Rahmen mit der Ocean's Seven Challenge war einfach nur Spitze. Das fand ich so interessant, dass ich da auch weiter recherchieren werde.
Auf jeden Fall suche ich mir jetzt weitere Bücher der, mir bisher unbekannten, Autorin und freue mich darauf.