Arthur Snell ist Diplomat und Experte im Bereich Geopolitik und Klimawandel, mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in konfliktbeladenen Regionen und fragilen Staaten. Seit Ende der 1990er-Jahre arbeitet er an der Schnittstelle zwischen den Auswirkungen des Klimawandels und geopolitischen Herausforderungen. 2000 wurde Snell in Nigeria Zeuge von gewaltvollen Auseinandersetzungen zwischen nomadischen Viehzüchtern, die durch den Klimawandel vertrieben wurden, und sesshaften Gemeinden. Diese Erfahrungen prägten seine Sicht auf die komplexen Zusammenhänge zwischen Umweltveränderungen und sozialen Konflikten. Zehn Jahre später war er als leitender Wiederaufbaubeauftragter in Helmand, Afghanistan, tätig, wo Konflikte über Wasserressourcen zu einer gewaltsamen Insurgenz führten, die von außen als religiös motiviert missinterpretiert wurde. Als Berater unterstützt Snell Regierungen und Unternehmen dabei, intelligente Strukturen zu entwickeln, um die Auswirkungen des Klimawandels zu antizipieren und zu bewältigen. Derzeit ist er der Leiter für Klimawandel und Konflikte im Global Enduring Disorder Project, das in Partnerschaft mit dem NATO Defence College arbeitet.