Die tierischen Sechs gehen auf Klassenfahrt ins schöne Bayern, wo sie im Camp der guten Hoffnung zelten und Spaß haben wollen. Doch schnell merken Anna, Max, Paul und ihre vierbeinigen Begleiter, dass der Regelwahn der Campleiterin Annika nicht gerade für grandiose Stimmung sorgt. Zudem entdecken sie, dass der am Camp angrenzende See total mit Plastikmüll verschmutzt ist. Daher gilt sogar absolutes Badeverbot. Natürlich können die Sechs das so nicht stehen lassen und wollen den Umweltsündern eine Falle stellen.
Wir haben schon einige Bände aus der Juli-Reihe gelesen und waren immer begeistert von den lustigen Ideen, die die Autorin Petra Eimer in ihre Geschichten einbindet. Dass es diesmal ums Zelten geht, hatte ich schon in den Vorschauen gesehen und hab mich insgeheim schon richtig auf das Buch gefreut, da Zelten als Kinder einfach unser Ding war. Das Cover verprach wieder eine witzig Story, die Beschreibung allerdings auch ernstere Töne. Zunächst waren meine Mädchen und ich happy, die ganze Bande inklusive Ponys und Hund wiederzutreffen. Gleich zu Beginn gibt es für Neueinsteiger in die Reihe und zur Erinnerung für Kenner eine schöne Übersicht über die wichtigsten Charaktere. Dann wird nicht lange gefackelt, nach kurzer Einführung geht die Reise nach Bayern los. Die Stimmung in der Gruppe und auch die Begleiter*innen sind wirklich toll und man hat gleich sehr viel Spaß. Das ändert sich etwas bei Ankunft im Camp. Hier gibt es erstmal enttäuschte Gesichter und es ist interessant, wie schnell sich hier Antipathien gegenüber einzelnen Personen aufbaut, obwohl die eigentlich nur Gutes im Sinn haben.
Mitleid hatten wir mit den Kindern aus dem Dorf, die man kennenlernt und schnell wird klar, dass nicht nur die Beziehung zwischen Dorfbewohnern und Campleiterin im Argen liegen. Überall am Wasseer finden die tierischen Sechs Müll, dabei soll das Lager doch eigntlich plastikfrei sein. Wie auch immer, der Spürsinn ist geweckt und zusammen mit den Vierbeinern wird fleißig am Fall gearbeitet. Hierbei gefällt uns besonders, dass die Geschichte nicht nur witzig ist, sondern Kinder ohne erhobenen Zeigefinger zum Nachdenken über den Umgang mit der Natur und die Haltung zu Regeln anregt. Vor allem letztere müssen für die Aufklärung der Wasserverschmutzung auch mal großzügiger ausgelegt werden, dennoch merkt man, dass sie auch wichtig sind. Besonders gut hat uns nach der aufregenden Ermittlung das versöhnliche Ende gefallen. Mit das größte Highlight sind jedoch die vielen vielen tollen und ausdrucksstarken Illustrationen, die die Autorin selbst und sichtlich mit viel Liebe für ihre Figuren und die Geschichte angefertigt hat. Sie sind so unterhaltsam wie der Text selbst und gerade Juli und Fohlen Juno begeistern uns einfach auf jedem einzelnen Bild. Durch die besondere Gestaltung mit farbigen Absetzungen und Schriftartänderungen im Text, wirkt dieser schön aufgelockert und lässt sich wunderbar lesen. Für uns absolut verdiente 5 Sterne