Inhalt:
Die beiden Autoren Eva und Shane sind mittlerweile in ihren respektiven Genres beruflich sehr erfolgreich, doch vor 15 Jahren erlebten sie sieben Tage im Juni, die alles veränderten. Nun begegnen sich die beiden erneut und müssen sich ihrer Vergangenheit und ihren Gefühlen stellen.
Meine Meinung:
Ich hatte unglaublich hohe Erwartungen an diesen Roman, da ich schon so viel Gutes gehört hatte. Deshalb komme ich nicht umhin, nun ein bisschen enttäuscht von meiner Leseerfahrung zu sein. Das Buch lässt mich sehr zwiegespalten zurück.
Eigentlich waren all die Zutaten vorhanden, die ich mir für einen tollen Liebesroman nur wünschen könnte: zwei sympathische Protagonisten mit spannendenden Hintergrundgeschichten, ein atmosphärisches Setting und eine interessante Prämisse. Hinzu kommen interessante Nebencharaktere und die wirklich gelungene Repräsentation einer unsichtbaren Behinderung - hier in Form einer massiv ausgeprägten Migräne. Gerade auch die Beziehung von Eva zu ihrer Tochter, die eine sehr zentrale Rolle einnimmt, hat mir richtig viel Freude bereitet und ich habe gerne über die beiden gelesen.
Auch der Schreibstil ist sehr locker und leicht und man fliegt geradezu durch die Seiten. Manchmal waren gerade Outfits und Einrichtungsgegenstände etwas zu ausführlich für meinen Geschmack beschrieben und die Erwähnung von Markennamen vielleicht etwas zu exzessiv, aber alles in allem war es eine angenehme Leseerfahrung.
Dennoch hat es der Roman nicht geschafft, mich so richtig zu packen. Leider habe ich die Chemie zwischen den beiden Protagonisten einfach nicht gespürt, was für einen Liebesroman nunmal essentiell ist. Für mich war nicht nachvollziehbar, warum diese sieben Tage im Juni wirklich so lebensverändernd waren - gerade dann, wenn man weiß, was wirklich in dieser Zeit geschah. Die ganze Geschichte wirkte einfach ein bisschen zu konstruiert.
Ich glaube, der Roman hätte mir besser gefallen, als ich noch jünger war - vielleicht habe ich also einfach den richtigen Zeitpunkt verpasst, ihn zu lesen.
Insgesamt hatte ich immer wieder schöne Lesemomente, manche Abschnitte langweilten mich jedoch auch ziemlich. Wer das New Adult-Genre liebt und dem Trope insta love mehr abgewinnen kann als ich, der soll sich von meiner Review jedoch nicht abschrecken lassen und dem Buch vielleicht eine Chance geben!