Die Autorin nimmt ihre Leser mit nach Zürich. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Kapitel sind relativ lang. Die Geschichte wird aus Sicht der Protagonistin erzählt. Die Charaktere sind überwiegend sympathisch und authentisch. Die Stimmen der Hörbuchsprecher sind angenehm, die Aussprache deutlich und die Gefühle werden gut transportiert.Das Cover ist jugendlich gestaltet und passt gut zur Geschichte.
Hauptprotagonistin ist Mila. Sie lebt zusammen mit ihren Eltern, ihrer besten Freundin Juno und deren Mutter in Berlin. Kurz vor ihrem 16. Geburtstag muss Mila mit ihren Eltern nach Zürich umziehen, denn ihre Mutter hat ein einmaliges Jobangebot erhalten. Da die Mutter als Architektin Alleinverdienerin ist und ihrer Familie ein tolles Leben bietet, bestimmt sie diesen Umzug mehr oder weniger über den Kopf ihrer Familie. Mila und Juno schwören sich ganz viel in Kontakt zu bleiben und so die andere an ihrem Leben teilhaben zu lassen. Für Mila ist die Eingewöhnung in der neuen Umgebung schwer und eigentlich verweigert sie sich neue Freunde zu finden. Juno hingegen verliebt sich in den neuen Nachbarsjungen und vergisst darüber ihre Freundin Mila. Da Milas Vater sich immer häufiger dem Alkohol zu tun, denn seinen Frau ist im Job noch mehr eingebunden als in Berlin und vernachlässigt dadurch ihre Familie zunehmend. Auch Milas Vater hat Probleme in Zürich Anschluss zu finden und so vereinsamen er und Mila immer mehr. In Milas Leben wird das gute Essen ihres Vaters immer mehr zu ihrer Zuflucht, doch als sie merkt, dass sie dadurch immer mehr Gewicht zulegt, sucht sie nach einer Methode bis zu den geplanten Besuch in Berlin die Kilos wieder runter zubekommen. Im Internet findet sie ihre neue beste Freundin Ana, ein Blog wo Mädchen sich in ihrer Essstörung bestärken und nach Methoden suchen, noch schneller Gewicht zu verlieren. Was langsam beginnt, wird für Mila zur Gefahr und erst als sie in ihrem Zimmer zusammenbricht und der Vater fast das Haus in Brand setzte, bekommt die Mutter die Folgen ihres Jobwechsels mit. Mila kommt in die Klinik am Clarisee, um wieder ein gesundes Gefühl zu ihrem Körper zu bekommen. Dort trifft sie auf Nicolas und genießt die gemeinsame Zeit mit ihm, auch wenn sie diese zeit immer im verborgenen und geheimen verbringen müssen. Kann der junge Mann bei Mila für ein Umdenken sorgen oder wird er die Essstörung sogar noch verschlimmern? Was verbirgt er und kann sie seinen Worten wirklich vertrauen? Wird sie in der Klinik den Auslöser bestimmen können und einen Weg finden sich selbst und ihren Körper wieder zu lieben?
Die Autorin bindet sehr schwierige Themen in ihren Roman ein und will heranwachsenden Mädchen aufzeigen, wie schnell man, aus den falschen Gründen, in eine lebensbedrohliche Spirale der Essstörung geraten kann. Sie möchte aufzeigen, welche Folgen Einsamkeit haben kann und das Kommunikation und Selbstliebe wichtige Bausteine für mentale Gesundheit sind.