Oliver Dupont trägt diesen Krimi unterhaltsam vor, auch wenn es um die Teile geht, die auf Platt gesprochen werden.
Finja Fährmann ist Kommissarin in Düsseldorf, aber ihre Beziehung ist am Ende, bei einem Fall hat sie sich nicht gerade hervorgetan und so tut ein Tapetenwechsel gut. Allerdings hätte sie sich eher in eine Großstadt gewünscht und nicht gerade nach Marne. Bei der Polizei geht es dort gemächlich zu, nur keine Aufregungen und sonderlich viel gearbeitet wird hier auch nicht, die dörflichen Festivitäten haben jedenfalls höhere Priorität.
Auch Constantin von Platen ist neu in Marne. Er wohnt bei seiner Großtante Amalia, die sich damit rühmt, bei jedem Krimi sofort den Mörder zu ermitteln. Als Constantin zum Klünderhof gerufen wird, um einer Kuh beim Kalben zu helfen, trifft er stattdessen auf den ermordeten Bauern und wird erstmal zum Verdächtigen. Das kann er jedoch nicht auf sich sitzen lassen und ermittelt stattdessen, genau wie seine Großtante. Und natürlich Finja Fährmann, die von dieser Hilfe nicht so begeistert ist, aber davon lässt sich Amalia nicht abhalten und bietet der schicken Kommissar rasch das Du an und umgarnt sie mit ihrem Charme. Und immer wieder taucht eine mysteriöse Frau auf
Interessante Charaktere, so manch ein Wortgefecht zwischen Constantin und Finja, Bente und Hasso, die Kollegen auf der Wache, die die Arbeit nicht erfunden haben, vor allem Hasso Lüders, der eh unter dem Pantoffel seiner Frau steht.
Ein humorvoller Krimi und ich würde mich freuen, wenn es hier weitere Bände geben wird, denn die drei haben sich ja gerade erst gefunden.