
Joachim Krause zeigt umfassend, wie stark Deutschland trotz fehlender eigener Atomwaffen mit der globalen Geschichte nuklearer Abschreckung verbunden war und warum diese verdrängte Realität bis heute sicherheitspolitische Folgen hat.
Deutschland hat nie eine eigene Atombombe gebaut. Dennoch spielten deutsche Wissenschaftler, politische Entscheidungen und strategische Debatten eine bedeutende Rolle im nuklearen Zeitalter. In diesem fundierten Sachbuch analysiert Joachim Krause die widersprüchliche deutsche Haltung zur nuklearen Bedrohung - geprägt von Angst, moralischen Debatten und politischer Ambivalenz.
Von den frühen Forschungen deutscher Physiker im Umfeld des nationalsozialistischen Atomprojekts über die Mitwirkung deutscher Emigranten an internationalen Programmen bis hin zu den sicherheitspolitischen Kontroversen des Kalten Krieges und der Gegenwart spannt das Buch einen Bogen von den späten 1930er-Jahren bis in die geopolitischen Konflikte des 21. Jahrhunderts. Dabei hinterfragt Krause verbreitete historische Mythen und zeigt, wie politische Narrative und gesellschaftliche Einstellungen den deutschen Umgang mit nuklearer Abschreckung geprägt haben.
Besonders eindringlich beschreibt der Autor, wie sich Deutschland nach dem Ende des Kalten Krieges zunehmend aus der strategischen Debatte über Atomwaffen zurückzog - während weltweit neue nukleare Risiken entstanden. Vor dem Hintergrund aktueller internationaler Spannungen liefert dieses Buch eine wichtige Einordnung für die heutige Sicherheits- und Rüstungspolitik.
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