Wind in der Mähne (Isländer im Illertal) von Swantje Schöniger knüpft gelungen an die vorherigen Teile der Reihe an und fühlt sich für Leserinnen, die Lina und den Zieglerhof bereits kennen, sofort vertraut an. Das neue Jahr startet turbulent, denn ein heftiger Wintersturm bringt große Sorgen für Kathe und die Ponys mit sich und stellt alle vor eine echte Bewährungsprobe.
Neben den äußeren Herausforderungen begleitet man Lina auch durch ihre emotionale Zerrissenheit. Die Trennung von Jonas auf Zeit, neue Begegnungen und unerwartete Gefühle sorgen für Herzklopfen und Unsicherheit. Diese Entwicklungen wirken glaubwürdig und fügen sich stimmig in Linas bisherige Geschichte ein. Die enge Verbindung zu den Pferden bleibt dabei ein wichtiger Anker und verleiht der Handlung viel Wärme.
Der christliche Glaube ist erneut sensibel und natürlich in die Geschichte eingebettet und gibt Mut, Hoffnung und Orientierung, ohne belehrend zu wirken. Der Schreibstil ist flüssig, lebendig und lädt dazu ein, mitzufühlen und mitzufiebern.
Erneut ein überaus starker und weiterer Band der Reihe, der bekannte Figuren weiterentwickelt und zeigt, dass man auch in stürmischen Zeiten nicht den Halt verliert. Eine klare Leseempfehlung für Fans der Reihe.