In diesem hübschen Bilderbuch lernen wir ein kleines Gespenst kennen, das große Angst vor dem Alleinsein hat. Doch statt sich damit abzufinden, fasst es Mut und macht sich auf die Suche nach Gesellschaft. Allein diese Botschaft ist doch einfach wundervoll: Man darf etwas verändern, wenn es sich nicht gut anfühlt. Beim gemeinsamen Lesen haben wir richtig mitgefühlt. Die kurzen, einfühlsamen Texte passen wunderbar zu den liebevoll gestalteten Illustrationen. Man sieht dem kleinen Gespenst seine Gefühle förmlich an und das bei einer Figur, die ja eigentlich ganz schlicht ist. Das hat mich wirklich beeindruckt. Die Bilder sind detailreich, aber nicht überladen. Die Farbgebung ist angenehm: eher dunkel gehalten, aber nie zu düster, sondern warm und heimelig. Meine Enkel waren besonders gerührt von der Szene, in der das Gespenst schließlich einem anderen begegnet. Es wirkt immer so schwer, neue Freundschaften zu schließen und doch kann es ganz einfach sein, wenn man offen und freundlich aufeinander zugeht. Die Geschichte zeigt aber auch, dass Rückschläge dazugehören, wenn man etwas verändern möchte. Aber sie macht Mut, dran zu bleiben und sich nicht entmutigen zu lassen.
Für uns ist das ein wunderbar warmherziges, tröstliches und stärkendes Buch für kleine (und große) Menschen.